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1 (1839) Einfache Mittel
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ICIITTIYOCOLLA

Die Hausen, wie die Storarten überhaupt, gehören zu. den Wander-fischen. Im Frühling, und zwar zu Anfange des März, schwärmen sieschaarenw eise gegen die Meeresufer, wo das Wasser durch Flusswasserversüsst ist, und die Mündungen der Flüsse, und steigen eher als dieandern Störarten in dieselben, und zwar oft in solcher Menge, dasssie die Wehre durchbrechen und man sie durch Kanonenschüsse ver-jagen muss, um Schwärme des ihnen zur Nahrung dienenden CyprinusGrislagine zu verfolgen und zu laichen, welches letztere sie durch Rei-ben auf steinigem Grunde befördern sollen. Die Zugzeit dauert 14Tage. Ihre Vermehrung ist ungeheuer, denn die Eierstöcke wiegenbisweilen gegen 20 Pud und sollen über 3 Millionen Eier enthalten.Der Hauptfang, der von der Krone verpachtet ist, geschieht in denHauptströmen, wie in der Wolga, an der Küste von Astrachan u. s. w.,und zwar zur Winterszeit, indem man Oeffnungen in die Eisdecke macht.Aus dem Rogen wird der Caviar und aus der Schwimmblase die Hau-senblase bereitet, welche letztere nichts anderes ist als die innere,glänzendweisse Haut der Schwimmblase, die mau dadurch bereitet,dass man die frischen Schwimmblasen einschneidet, abwäscht und dannder Luft aussetzt, so dass die innere silberne Haut oben liegt. Dannsondert man-diese durch Reiben ab, legt sie in befeuchtete Tücheroder lässt sie in der äussern Haut, presst sie, nimmt sie hierauf ausden Tüchern und legt sie entweder schlangenförmig gewunden zwischen3 Klötzchen, hufeisen-, herz- oder leierförmig (Ringelhausenblase),oder in mehreren Lagen buchförmig (buchförmige Hausenblase) zusam-men, oder trocknet sie blos (blättrige Hausenblase). Die Schwimm-blase des Hausen ist unter den ächten Störhausenblasen die schlechtesteSorte, die man aber auch wohl durch Zusatz von Sterlet- und Sewr-jugenleim verbessert. Die beste Hausenblase erhalten wir von derWolga her, namentlich aus Astrachan. Die Hausenblase wird in sogrosser Menge bereitet, dass nach Lepechin blos aus dem simbirskschenKreise jährlich 2000 Pud verschickt werden. 2) Acipenser Güldenstädtii,Esther. Etwa 5 Fuss lang. Scheint fast noch weiter verbreitet zuseyn als der Hausen. Wegen der Güte des Fleisches, der Rücken-streifen, die wie vom Hausen herausgenommen, getrocknet und in Bün-deln als Wesiga theuer verkauftWerden, der Eier und der Hausen-blase gehört er zu den geschätztesten Arten und wird dem Hausenweit Aorgezogen. 3) Acipenser Sfurio, gemeiner Stör. Er ist wiedie andern Arten ein Zugfisch, erscheint aber nicht in grossen Schaa-ren, sondern nur truppweise oder einzeln und kommt überhaupt seltenervor. Er soll bis 13 Fuss lang werden. Man fängt ihn häufig bei Pil-lau, dann auch in vielen Flüssen, besonders in den französischen, imRhein, ferner in Norwegen. Die Eier geben einen guten Caviar. Vonder Anwendung der Schwimmblasen ist nichts bekannt, wohl weil manderen zu wenig hat. 4) Acipenser Ruthenus, der Sterlet oder Stierl-