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1 (1839) Einfache Mittel
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ICHTIIYOCOLLA

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Lösung wurde durch Aetzkalilauge nur dunkler gefärbt, nicht gefällt.Das Harz aus V) war von gewöhnlichem Ansehen, wie es in den Apo-theken vorkommt, und verhält sich gegen die angezeigten Reagentienganz übereinstimmend mit «). Das Harz aus c) war zwar im Ansehenund Geschmack nicht von Jalapenharze zu unterscheiden, ganz abwei-chend aber war das Verhalten zu Lösungsmitteln: Terpenthinöl lösteüber die Hälfte davon, Weingeist und Aether lösten es völlig auf,ebenso Aetzkalilauge und Salpetersäure. In der purgirenden Wirkungstimmten sie alle drei überein. Aus 1000 Th. a) wurden 120,8, ausV) 133,3 und aus c) 183,3 Harz erhalten. Widnmann (Buchn. Repert.1836. IV. S. 220) untersuchte gleichfalls die Wurzel von der im bota-nischen Garten zu München cultivirten Jjiomocn Purga Wbnd. , die imtrocknen Zustande der ofnchiellen Jalapenwurzel sehr ähnlich, nur et-was heller und specifisch leichter war. Die in 1000 Th. Wurzel ge-fundenen Bestandteile waren 227,5 Harz, 20,0 Mannit, 5,0 brauneSäure, 10,0 essigs. Kali, 140,0 wässriges Extract, 80,0 Stärkemehl,110,0 kleberartige Substanz, Asche 10,0, Holzfaser und Verlust 339,5.Der hier gefundene grössere Harzgehalt rührt vielleicht vom Standorteund dem Alter der Pflanze her. Das Harz war hellgelb, in Hinsichtder Wirksamkeit aber dem officinellen ganz gleich. Das aus der stän-geligen Jalape erhaltene, in Aether vollständig lösliche Harz wurde,abgesehen von der grösseren Ausbeute, noch wirksamer gefunden.Wodurch aber die purgirenden Wirkungen dieses Harzes begründetworden, hat bis jetzt nicht ermittelt werden können.

Die Jalapenwurzel wird als kräftiges Abführungsmittel in Pulver-form zu SO — 30 Gran, oder auch in der geistigen Tinctur (Tinct. Ja-laprte seit cathartica) zu 2 Drachmen gegeben und auch zur Bereitung

des Jalapenharzes gebraucht.

I

Ichthyocolla seu Colla Piscium. Hausenblase.

Sie wird aus den Eingeweiden, vorzüglich aus derSchwimmblase des Acipenser Sturio oder stellatus oderHuso Linn., Bewohner des caspischen Meeres, bereitet.Dünne, zusammengerollte oder flache, durchscheinende,weissliche, zähe Lamellen, in Wasser und verdünntem Wein-geiste fast ganz auflöslich.

Brandt und Ratzbburs Darst. d. Thiere II. S. 1.

Die Hausenblase wird von mehreren zur Gattung Acipenser gehö-rigen Fischen gewonnen; dahin gehören: 1) Acipenser Huso, Hausen.Das Vaterland dieses etwa 5 Fuss grossen Fisches ist das caspischeMeer, besonders die ruhigen Busen desselben, und dann die in dasselbesich ergiessenden Flüsse, wie die Wolga, der Ural oder Jaik u. a.

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