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1 (1839) Einfache Mittel
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JALAPA

dem Filter gesammelt und getrocknet sich wie verhärteter Eiweissstoffverhielt. Die durchfiltrirte Flüssigkeit wurde zur Extractdicke abge-dampft ; das braungefärbte, beinahe trockne Extract zog die Feuch-tigkeit aus der Luft an, hatte einen salzigen, nicht unangenehmen Ge-schmack, röthete die Lackmustinctur und gab an den Alkohol eine ge-ringe Menge gefärbter Substanz und salzsauren Kalk ab, worauf dasrückständige Extract getrocknet nicht weiter Feuchtigkeit anzog.

100 Grammen gaben auf diese Art zerlegt: Harz 10,0; wässrigesExtract 44,0; Stärkemehl 2.5; Eiweissstoff 2,5; holzige Substanz 29,0;Verlust 12,0. Die Asche von 100 Th. Jalapenwurzel enthält: salzs.Kali 1,622; salzs. Kalk 0,040; phosphors. Kalk 0,804; basisches koh-lens. Kali 0,376; kohlens. Kalk 0,400; Eisen 0,020; Kieselerde 0,540.Pfaff vermuthet nach der Analogie auch Kupferoxyd.

Nach einer Analyse von Gerber (Brand. Arch. XXI. S. 193) be-stehen 500 Gran Jalapenwurzel aus: Wasser 24,0; Stärkemehl 30,0;Eiweissstoff 13,5; Gummi mit äpfels., phosphors. und schwefeis. Kalk78,0; gelind kratzendem Extractivstoff mit etwas salzs. Kalk und es-sigs. Kali 89,5; Aepfelsäure, theils freier, theils an Kalk und Kali ge-bunden 12,0; Schleimzucker 9,5; salzs. Kalk 4,5; salzs. Kali 2,5;Hartharz 39,0; Weichharz 16,0; phosphors. Magnesia 6,5; phosphors.Kalk 2,0; Bassorin 1,6; kohlens. (?) Kalk 1,5; Verhärtetem Eiweiss6; gummigem Extractivstoff 7,2; Farbestoff, welcher durch kohlens.Kali schön roth gefärbt wird, Spuren; Holzfaser 4,1; Verlust 2,3.

Nbes v. Esenbeck und Cl. Marquart (Annal. d. Pharm. 1834.X. S. 118) haben eine vergleichende Untersuchung unternommen: «) derWurzel von Ipomoea Purga Wen». , die in Kassel cultivirt worden,V) der officinellen Jalapenwurzel und c) einer falschen Jalapenwurzel,welche letztere öfter unter der gewöhnlichen Jalape vorkommt, undvon welcher sie vermuthen, dass sie von /. Jnlapa Desf. abstammenmöge, und die sie folgendermassen beschreiben: sie kommt theils ingrössern, innen flachen, aussen gewölbten, theils auch in kleinerenwalzenförmigen oder gekrümmten fingersdicken Stücken vor; die grösse-ren Stücke an 3 Zoll lang, 2 Zoll breit, 5—10 Linien dick, zeigenauf der Rindenseite starke Längsfurchen, blassbraune Farbe mit dunk-lern Flecken, etwas heller als die der ächten Jalape, auf der Innen-seite hier und da bemerkliche starke Fasern, auf dem Querschnitt einedichte Textur, blassgraue Farbe mit dunklem Stellen gemischt undschmale concentrische Linien, unter der Lupe kleine glänzende weissePunkte. Sie möchte wohl als mit der sogenannten stängeligen Jalapeübereinkommend anzusehen seyn. Das Harz aus o) war von gelberBernsteinfarbe, durchsichtig, von kratzendem Geschmack, roch er-wärmt dem Jalapenharze ähnlich, aber schwächer, löste sich nicht inTerpenthinöl, färbte den Aether schwach, löste sich leicht in Wein-geist-; Aetzkalilauge und rauchender Salpetersäure; die weingeistige