JALAPA
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Stücken sind die besten und geben fein gestossen ein gelbbräunlich -graues Pulver.
Verwerflich sind die leichten, äusserlich hellbraunen, inwendigweissüchen oder blassgrauen, glanzlosen, sowie die schwammigen, vonWürmern zerfressenen (wobei jedoch das Harz nicht, sondern nur derstärkemehlartige Theil angegriffen wird, die daher zur Gewinnung desHarzes noch gut benutzt werden können), leicht zerbrechlichen, sowieauch die durch Trocknen bei zu starker Hitze beinahe verkohltenStücke. Man mengt auch wohl solche Stücke unter, denen schon eingrosser Theil des Harzes durch Weingeist entzogen worden ist; dieseerkennt man aber an dem Mangel der glänzenden Punkte und Streifenund an der fast durchaus ganz gleich braunen Farbe. UntergemischteStücke der Zaunrübenwurzel sind an ihren Merkmalen leicht zu erken-nen. Büchner (Trommsd. N. J. IV. 1. S. 310) fand eine grobe Ver-fälschung mit gerösteten Früchten, die mit Jalapentinctur getränktwaren.
Die vor einigen Jahren in den Handel gebrachte sogenannte stän-gelige oder faserige Jalapenwurzel, auch Jalapenstengel genannt, welcheaber fast wieder aus dem Handel verschwunden ist, stammt wahr-scheinlich von Ipomoea orizulensis Ledanois, Convolvulus orizabenslsPbllbtan, deren Wurzel dick, spindelförmig, bis 20Zoll lang, aussengelb, innen schmuzig weiss ist. Diese Jalapenwurzel kommt theils inLängenstücke, theils in Scheiben zerschnitten vor, ist äusserlich braun,auf dem Bruche rauh, faserig und graulich, und wird wahrscheinlichauch der gewöhnlichen Jalapenwurzel des Handels beigemischt. Eineandere Varietät der Jalapenwurzel, die in den italienischen Droguerie-handiungen unter dem Namen Gialappone vorkommt, hat Canobbio(Pharm. Centr.-Bl. 1835. S. 304) beschrieben und untersucht. Siekommt in unregelmässigen, den Knollen der Galanga ähnlichen, etwasgerunzelten, nicht gestreiften, hellbraunen Knollen vor, die keinenrunden, sondern ganz unregelmässigen Durchschnitt zeigen. Geruchund Geschmack sind unbedeutend. Der Bruch ist heller, mit wenigerschwarzen glänzenden Punkten, als bei der wahren Jalape, die auchbeinahe % schwerer ist. Das Pulver ist hellbraun.
Cadet de G.assicourt (Buchn. Repert. VI. S. 22) zerlegte dieJalapenwurzel durch Einweichen in kaltem Wasser, wiederholtes Kne-ten und Durchpressen durch Leinwand. Das Harz bleibt an den Hän-den zurück und wird mit Weingeist abgespühlt. Aus der durchgelau-fenen Auflösung der extractiven Theile setzt sich das Stärkemehl abAus dem Rückstande wird der letzte Antheil Harz durch Alkohol aus-gezogen, und so bleibt eine holzige Materie von hellgrüner Farbe zu-rück. Die vom Stärkemehle abgegossene Flüssigkeit war noch trübeund liess sich nur mit Mühe Altriren. Beim Erhitzen wurde sie milchigund beim Kochen setzte sie einen dichten Niederschlag ab, der aufVulVe preuss. Pharma!:. 4. Aufl, I. 40
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