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JALAPA
streuten Blätter sind herzförmig, stumpf zugespitzt mit einer kleinenDrüse endigend, auf langen hackrig - haarigen Stielen, übrigens baldmehr herzförmig - dreiseitig, bald herz - eiförmig , ja eilänglich, amRande schwach gewellt, buchtig-ausgeschweift, manchmal auch in 2,S—5 stumpfe Lappen gespalten, auf der obern Fläche etwas runzlig,auf der untern weisslich - zottig. Die 1 — 2-, seltener 3blüthigen Blü-thenstiele in den obern Blattachseln tragen grosse Blumen mit ange-drückt weichhaarigen, am Rande häutig - bräunlichen Kelchzipfeln, auswelchen die weissen oder violetten trichterförmigen Corollen mit langerRöhre (3 — 4 Mal so lang als der Kelch) und glockig ausgebreitetemSaum sich erheben.
Ipomoea Purga Wender.
Synon. Ipomoea 'Schiedeana Zuccarini. Convolvulus officuiali*
Pet-LBTAN.
Abbild. Haynk XII. 38. 34. PI. med. Suppl. III. 13.Wächst in den Wäldern der mexicanischen Anden in der Höhe von6000 Fuss. Unterscheidet sich von der erstbeschriebenen Art schondadurch, dass die ganze Pflanze kahl und purpurröthlich ist; fernerBind die tiefherzförmigen Blätter langzugespitzt, ganzrandig, oft untenröthlich. Die Blumen sind auch gross, die Kelchzipfel ungleich, röth-lich, häutig gerandet; die Krone granatroth, mit einem blässern fünf-strahligen Sterne.
Die Zubereitung, w eiche mit der Wurzel der genannten Pflanzenvor ihrer Versendung vorgenommen wird, besteht darin, dass dieWurzel, nachdem sie gereinigt worden, je nach der Grösse und demUmfange, in Querstücke oder Viertel zertheilt, der Länge nach ge-spalten oder bei zu geringer Dicke- blos eingeschnitten und alsdann imSchatten getrocknet wird. Die im Handel vorkommenden Wurzelstückesind "daher auch ungleich und verschieden gestaltet, bald ungetheilt,kurz, rundlich, ei- oder birnförmig, in halb birnförmigen Stucken,bald länglich oder in mehr oder weniger runde, * 4 bis */i Zoll dickoScheiben zerschnitten. Aussen sind sie runzlig, dunkelbraun oder' schwärzlich; das innere Gewebe erkennt man am besten an den Wur-zelstücken; diese haben dieselbe runzlige Oberhaut* auf der innernOberfläche sind sie gelblichgrau mit schwarzen Adern oder Strichendurchzogen, die auf den Querscheiben der Quere nach, auf den läng-lichen Stücken der Länge nach concentrisch sind. Einzeln sind sie vonnicht sehr merklichem Gerüche, in Masse aber oder etwas erwärmtzeigen sie einen eigentümlichen sehr widrigen Geruch. Der Ge-schmack ist zuerst ebenfalls wenig merklich, dann aber unangenehm,ekelhaft, scharf bitterlich, kratzend. Die recht trocknen, schweren,dichten, nicht zerbrechlichen, unter dem Hammer oder im Mörser leichtin glänzende, schwärzliche Stückchen zerspringenden und der vielenHarztheile wegen leicht entzündlichen, mit heller Flamme brennenden