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JALAPA

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Abhänge der mexikanischen Anden bei Chiconquiaco und den nahe ge-legenen Dörfern in einer Höhe von 6000 Fuss, wo sie als eine Schling-pflanze Bäume und Sträucher in den ewig feuchten Wäldern überzog.Diese Pflanze wurde in dem Garten des Hrn. Wild in Kassel culti-virt, und setzte ausser Zweifel, dass von ihr eine ächte gute Jalapeherstamme. Sie wurde von Wenderoth zuerst als Convuhulus Purga{Purga ist der Name, den die Pflanze in Jalapa führt), etwas spätervon Zuccarini als Ipomoea Schieileana beschrieben. — Le Danois, einfranzösischer Pharmaceut, der sich von 1827 bis 1833 in Orizaba auf-gehalten hatte, brachte von dort 3 Arten von Jalapenpflanzen nachKuropa, von denen er die erste wahre Jalape, die zweite Ipomoeaorizahensis (oder männliche Jalape, Purga Maclio der Eingeborenen)nennt; die dritte hält er für eine Abart der zweiten. Pellet an nenntdie erste Convolvuhts officinaJis, die zweite C orizahensis , und die dritteC. microcalyx. Die im Journ. de Chim. med. gegebene Abbildung vonC. officinaJis stimmt im Ganzen mit Ipomoeh Purga Wender, überein,so dass diese Pflanze als die wahre Mutterpflanze der Jalapennurzelangesehen werden muss (Pharm. Centr.-Bl. 1834. S. 303, 491.) DieWurzel von C. orizahensis und anderen Arten derselben Gattung, undwohl auch von Mirabilisarten, kommt untermengt in der wahren Jalapeoder als schlechtere Sorte vor. So schickte auch Schiede eine Droguemit der Aufschrift „eine falsche Jalapen würze], die zuweilen hierherzu Markte gebracht wird"; v. Schlbchtisndal ist der Meinung, dassdiese Drogue von der von Le Danois als Purga Macho bezeichnetenkaum verschieden sevn möchte.

Wir lassen die Beschreibung der beiden Hauptarten folgen, da eswohl nicht zu leugnen ist, dass auch ein bedeutender Theil der Jalapades Handels von der früher als alleinige Mutterpflanze betrachtetenIpomoea Jalapa herstammt.

Ipomoea Jalapa Desfont.

Synon. Convolvulus Jalapa Linn.

Abbild. Desfont. in Annal.

Plenck 94.

198. G. u.

Syst. sexual. Cl. V. Ord. 1. Pentandria Monogynia.

Ord. natural. Convolvulaceae.

Wächst in'trocknen sandigen Gegenden von Mexico, auch in Flo-rida, Carolina und Georgien, und soll auch in manchen Gegenden vonMexico angebaut werden. Aus einer ausdauernden, sehr dicken flei-schigen, einen süsslichen Milchsaft enthaltenden, bis 12—20 Pfundschweren, rundlichen, rübenförmigen, spindeligen Wurzel, mit meh-reren fleischigen dicken Wurzelfasern, erheben sich mehrere krautartige,ästige, scharfe, windende, bis 20 Fuss lange Stengel, die Jüngernröthlich, weichhaarig, die altern graugrün, mehr kantig. Die zer-

du Mus. Tom. II. -Tab. 40. 41.Haynb XIII. 37. PI. med. 197.v. Schl. 117. 118.

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