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1 (1839) Einfache Mittel
Entstehung
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HELENIUM

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Die Blätter sind gegenüberstehend, langgestielt, nleren- oder herzför-mig, stumpf, gekerbt, dunkelgrün, mit kurzen Haaren besetzt. DieBlumen stehen gewöhnlich zu dreien von beiden Seiten quirlförmig undsind blau. Der Kelch ist einblättrig, fünfspaltig; die Blumenkrone ra-chenförmig; die Oberlippe zweitheilig, die Unterlippe dreitheilig;4 Staubfäden, 2 längere und 2 kürzere, liegen unter der Oberlippe,2 und 2 mit den zweilappigen Staubbeuteln so einander genähert, dassdiese ein Kreuz bilden.

Diese sehr bekannte Pflanze, von der es Abarten mit grossen Blu-men , Stengeln und Blättern, mit purpurfarbigen oder weissen Blumengiebt, blüht im April bis Juni und bisweilen im Herbste noch einmal.

Das Kraut besitzt einen angenehm bitterlichen etwas scharfen Ge-schmack und schwach gewürzhaften Geruch, welcher letztere beimZerreiben stärker wird. Es wird als Thee oder im Aufgusse als Brust-mittel verordnet; auch der ausgepresste Saft des frischen Krautes zuKräutercuren.

Helenium seu Enula. Die Wurzel. Alantwurzel.

Iniila Helenium Linn. Eine perennirende Pflanze Deutsch-lands und der Schweiz.

Die aussen gelblichgraue, innen weisse Wurzel, mit Bläs-chen, die mit einem wie es scheint braunen glänzendenHarze angefüllt sind, mit dünner Rinde, schwammigemharten Holze, von scharf bitterlichem Geschmacke und ge-würzhaftem Gerüche. Sehr häufig wird sie gereinigt undder Länge nach zerschnitten feil geboten. Im Herbste oderFrühling einzusammeln.

Inula Helenium Linn. Wahrer oder gewöhnlicher Alant.

Abbild. Plknck 624. Haytnb VI. 45. PI. med. 240. G. u.

v. Sein.. 191.

Syst. sexual. Cl. XIX. Ord. 2. Syng'enesia superflua.

Ord. natural. Synanthereae Rich. Trib. Corymbiferae' Juss.

Der Alant wächst in Italien , Frankreich, England, Holland, inder Schweiz und in Deutschland auf schattigen fetten Wiesen, an Zäu-nen, Ackerrändern und Dörfern; wird häufig eultivirt und blüht imJuli und August. *

Die Wurzel ist dick, ästig, fleischig und fahlgelb oder bräunlichvon Farbe. Der Stengel ist aufrecht, stark, hart, eckig, rauh, trägtmehrere Aeste und erreicht eine Höhe von 4 5 Fuss. Die Blättergezähnt, runzlig, oberhalb kurzhaarig, etwas scharf, unterhalb filzig.Die Wurzelblätter sehr gross, langgestielt, umgekehrt eirund-länglich,