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HELEMUM
am Blattstiel 'herablaufend, im Kreise gestellt. Die Stengclblätter sindweniger gross, eiförmig zugespitzt, die untern gestielt, die obern auf-sitzend, den Stengel selbst umfassend. Die grossen goldgelben Blü-thenköpfe stehen einzeln am Ende des Stengels und an der Spitze derZweige. Eine Blüthenhülle (Calyx communis') aus ziegeldachartig ge-stellten Blättchen, deren äussere abstehend, eirund-spelzig, die mitt-lem, an der Spitze zurückgebogenen stumpf lanzettlich , die innerntrocken und aufrecht sind, schliesst die goldgelben, auf einem schwachgewölbten nackten Blüthenboden stehenden Blümchen ein, deren äussere(die Strahlblumen) zungenförmige weibliche Blümchen mit sehr lan-gem , schmalem, linealischem, an der Spitze dreizähnigem Saume undsehr zahlreich sind; die mittlem (Scheibenblümchen) trichterförmig mitfünfspaltigem Saume und zwitterlich; jeder der verwachsenen Staub-beutel hat am Grunde zwei nach unten abgehende ästige Borsten. DieFrüchte stark verlängerte, sechsseitige, gestreifte Akenen, mit haari-ger, scharfer, langer Saamenkrone, die am Grunde noch von einemhäutigen gezähnten Rande umgeben ist. »
Die Wurzel wird von wild wachsenden Pflanzen gesammelt. Sieist gross, lang, ästig, wenig faserig, fleischig, schleimig, frisch aus-wendig von fahlgelber, getrocknet von graubräunlicher Farbe und in-wendig weisslich. Der Geruch der frischen Wurzel ist stark, durch-dringend und kampherartig, der der getrockneten veilchenartig. DerGeschmack ist anfangs ekelhaft, dann- scharf bitterlich, einigermassengewürzhaft, schleimig, und wird bei der getrockneten milder. Zumbessern Austrocknen wird sie in längliche Stücke zerschnitten.'
Ein merkwürdiger Bestandtheil der Alantwurzel ist das ätherischeOel, welches bei der Destillation der Alantwurzel mit Wasser als eingelbliches, im Wasser -untersinkendes Oel übergeht, nachher aber er-starrt. Es bildet farblose prismatische Krystalle, bisweilen Würfel,wenn es auf dem nassen Wege, und talkartige Blättchen, wenn es beider Sublimation anschiesst. Es ist weich und lässt sich mit dem Messerschneiden. Bei -f- 33,6° R. schmilzt es zu einem Oel; es ist ohneRückstand sublimirbar. Sowohl in kaltem als in kochend heissemWasser ist es schwer löslich. Auch von kaltem Alkohol wird es nurschwer, .leicht aber von heissem aufgelöst, beim Erkalten schiesst esan. In Aether und Terpenthin leicht auflöslich. Es hat keinen sehrauffallenden Geruch und den reizenden eigenthümlichen Geschmack derAlantwurzel; nach Zkller zeigt es nur im frischen Zustande den Ge-ruch und Geschmack der Wurzel, nach längerer Zeit wird der Ge-ruch süsslich, der Silic/ua dulcis ähnlich. Von Gmbmk wird es Alant-kamp her genannt. Nach Dumas besteht es aus 76,9 Kohlenstoff;8,8 Wasserstoff und 14,3 Sauerstoff = C'H'O'.
Ein anderer merkwürdiger von V. Rose entdeckter Bestandtheilist das Inulin, nachher auch Helenin, Alantin, Datiscin und Dahlin