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HEDERA

tert sich auf, zerfällt und bildet dann, wenn er im gepulverten Zu-stande wieder mit Wasser eingerührt wird, anfangs einen Teig, deraber bald erhärtet, indem das Wasser in den festen Zustand des Kry-stallwassers übergeht, wobei Wärme frei wird. Der zu stark ge-brannte Gyps und der wasserleere natürliche Gyps, Anhydrit, verbin-den sich nur höchst langsam mit dem Wasser. Der Anhydrit hat da-her auch ein spec. Gew. von 2,96 und besteht aus 41,75 Kalk, 55Schwefelsäure und 1,0 salzsaurem Natron, er blättert sich daher auchnicht im Feuer auf und zerfallt nicht.

Diese Verbindung der Kalkerde mit der Schwefelsäure wird aberauch sehr häufig bei chemischen Operationen gebildet, und erscheintdann als ein weisses Pulver, doch kann er auch aus der wässrigenLösung durch langsames Verdampfen in Nadeln angeschossen erhaltenwerden. Der Gyps löst sich nämlich in 460 kalten und eben so vielheissen Wassers auf. Die Auflösung hat einen schwachen faden Ge-schmack. Bestandteile nach Bucholz : Kalk 33; Schwefelsäure 46;Wasser 21. Im wasserleeren Zustande nach Bbbzblius Kalk 42j Schwe-felsäure 58. Er ist CaS; der krystallisirte CaS -f- 2H.

Der gebrannte Gyps wird häufig angewendet, um anatomische undandere Figuren, welche zum Schmucke dienen sollen, abzumodelliren;ferner zu Stuccaturarbeiten u. s. w. In der Pharmacie wird er zumKitten und Lutiren benutzt.

Hedera terrestris. Das Kraut. Gundermannkraut.

Glechoma liederacea Linn. Eine ausdauernde in Deutsch-tand sehr häufige Pflanze.

Das blühende Kraut, mit gegenüberstehenden, gestielten,nierenförmigen, gekerbten, ein wenig haarigen Blättern, vonbitterlichem, etwas gewürzhaftem Geschmacke. Im MonatApril und Mai einzusammeln.

Glechoma hederacea Linn. Gemeiner Gundermann.

Abbild. Plbnck 464. Haine II. 8. PI. med. 172. G. u.

v. Schl. 65.

Syst. sexual. Cl. XIV. Ord. 1. Didynamia Gymnospermia.

Ord. natural. Labiatae.

Diese in Deutschland und in den übrigen Ländern Europas sehrhäutige Pflanze wächst gewöhnlich in schattigen , feuchten Gebüschenund Wäldern, an Zäunen, alten Mauern, Dämmen und Wiesenrändern.

Die Wurzeln sind dünn und faserig. Die langen, ästigen, vier-eckigen, saftigen, feinhaarigen Stengel liegen meistens auf der Erde,treiben an den Knoten Wurzeln; die blüthentragenden stehen aufrecht.