MfJ.
30
ADEPS SUILLUS
\&i
m
Alkohol von allem Oele gereinigt werden müssen. Durch Verdunstendes Alkohols wird die Elaine erhalten. Das nach dieser Methode dar-gestellte Stearin wurde von Chbvreui. als eine reine nicht weiterscheidbare Substanz angesehen; indessen hatte er selbst schon bei derVerseifung der Fette im Allgemeinen die Umwandlung derselben inOelzucker und in zwei fette Säuren, von ihm Elainsäure und Marga-rinsäure genannt (s. Sapo), bei Verseifung des Hammeltalgs aber nochdie Entstehung einer dritten Säure beobachtet, die er Stearinsäurenannte. Hiernach wurde es wahrscheinlich, dass es, wie drei fette.Säuren, so auch drei für sich abgesondert darstellbare verschiedeneFettarten geben müsse, und dieses ist denn auch von Lecanu (Pharm.Genfer. Bl. 1834. 522) nachgewiesen worden. Derselbe hat gefunden,dass das Fett, welches man, nach Cäevreul's Methode mittelst Alko-hol dargestellt, als reines Stearin angesehen hat, ein Gemenge ist, undsich in zwei verschiedene Fettarten, in Margarin und Stearin, zerlegenlässt. Ebenso hat auch Joss (ebend. 453), unabhängig von Lecamj'sUntersuchungen, aus dem Hirschtalg eine Fettart abgeschieden, die erebenfalls Margarin nennt.
Elain, Olein, Oelstoff, bei der Verdunstung des Alkohols,aus dem sich kein festes Fett mehr abscheidet, zurückbleibend, istflüssig, theils farblos, theils gelblich oder grünlich, geruchlos, vonmildem Geschmacke; erstarrt in der Kälte butterartig, jedoch bei sehrverschiedenen Graden, die meisten bei 8 bis 12° R. Elain aus Man-delöl und Repsöl gefrieren in der stärksten Kälte nicht. Trocknet ander Luft nicht aus, sondern bleibt schmierig, verdickt sich aber mitder Zeit salbenartig und wird leicht ranzig. Bildet mit den Alkalienweiche Seifen. Es ist der Hauptbestandteil der flüssigen schmierigbleibenden Oele, und zeigt in Farbe und Geruch einige Verschieden-heiten nach den Fetten, von denen es gewonnen worden. Spec. Gew.0,913 bis 0,915.
Margarin. Nach Lecanu wird Schöpstalg mit Aether gelinderdigerirt und erkalten gelassen. Da Stearin in kaltem Aether höchstwenig löslich ist, so enthält die erkaltete Auflösung fast nichts davon.Man überlässt dieselbe der freiwilligen Abdunstung, sammelt, wenn sichein Theil der festen Materie daraus abgesetzt hat, diese auf Leinwand,presst sie stark aus und setzt sie endlich der anhaltenden Hitze einesMarienbades aus. Oder man dunstet die ätherische Flüssigkeit voll-ständig ab, presst den Rückstand mehrmals zwischen Papier aus, undbehandelt ihn nun, nach Chevheul's Methode, mit Alkohol, oderschmelzt ihn, und presst ihn, nach Braconnot's Verfahren, mit Ter-penthinöl vermengt aus, löst wieder in kaltem Aether auf und scheidetdas bei der partiellen Abdunstung sich Absetzende ab. Die- nach die-sen verschiedenen Methoden dargestellte Substanz schien sich ganzgleich zu verhalten. Es schmilzt bei 37,2° R., verhält sich gegen kal-