ADEPS SUILLUS
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tcn und heisscn Alkohol ziemlich wie das Stearin, löst sich aber vielreichlicher in Aether; 1 Theil gab mit 5 Theilen Aether bei -f- 12,8°R.eine rollständige Auflösung, die sich erst bei -J- 9,6° R. trübte. Beider Verseifung durch Aetzkali wurde Oelsüss und eine erst bei -}- 52,8° R.schmelzbare Säure erhalten, welche sich demnach wie Stearinsäure ver-hielt. Das aus Pflanzenölen, namentlich dem Olivenöle, dargestellt«Margarin zeigte sich fast in allen Verhältnissen in kaltem Aether lös-lich , wurde' aber schon bei 22,4° R. flüssig, und gab nach der Versei-fung eine bei 47,2° R. schmelzbare Säure. — Joss zerlegte Hirschtalgmittelst Alkohol von 0,8.15 spec. Gew. in drei verschiedene Substan-zen, wovon die eine gewöhnliches Olein, die beiden andern aber-festeFette waren. Bei Erschöpfung des Fettes mit siedendem Alkohol bliebeine darin unlösliche Substanz zurück (Stearin); die aus den bis auf0° abgekühlten alkoholischen Lösungen ausscheidende, durch Pressen,Waschen- mit kaltem absolutem Alkohol und'Schmelzen in gelinder Hitzegereinigte Substanz war das Margarin, wogegen die alkoholische Lö-sung nach dem Abdunsten gewöhnliches Ole'in gab. Das Margarin istweiss, spröde, geruchlos, im Bruche matt, von 0,9<0 spec. Gew. bei-f- 14° R., wird bei 41,3° weich, fängt-.bei 45,5 an zu schmelzen, istbei 52,9 geschmolzen, erstarrt bei 34,5 an den Rändern, wird erst bei82,8 wieder fest. Ist in siedendem Alkohol von 0,880 grösstenteilslöslich mit milchicht trüber Auflösung, beim Erkalten fällt der grössteTheil wieder heraus, so dass bei der gewöhnlichen Temperatur nurwenig aufgelöst bleibt. Löst sich in siedendem Alkohol von -0,830 voll-kommen auf, fällt beim Erkalten nur zu einem geringen Theile heraus,während die grösste Menge aufgelöst bleibt. Von absolutem Alkoholwird es schon bei 40 u R. aufgelöst; beim Abkühlen fällt zwar ein Theilheraus, aber der grösste Theil bleibt in der Auflösung. In Aether wiein gereinigtem Terpenthinöl schon bei geringer Wärme vollkommen lös-lich; beide Auflösungen bleiben selbst bei 12° R. klar und ungetrübt.Die aus dieser Substanz dargestellte Fettsäure wird bei 38,3° R. weich,fängt bei 42,8 an zu schmelzen, und ist bei 49° vollkommen geschmol-zen; fangt bei 35,2 an den Rändern an zu erstarren, und erlangt bei33,5 ihre ursprüngliche Consistenz. Gegen Alkohol, Aether und Ter-penthinöl verhält sie sich wie das Fett selbst. — Dass diese Angabenüber die Eigenschaften des Margarins bedeutend von denen, welcheLbcanü angiebt, abweichen, ist leicht ersichtlich.
Stearin, Talgstoff. Nach Lecanu bringt man Schöpstalg ineiner im Marienbade stehenden weitmün ( digen Flasche zum Schmelzen,entfernt diese vom Feuer und giesst portionenweise ein gleiches Ge-wicht Aether darauf,, unter jedesmaligem Umschütteln und Verstopfenfler Flasche; nach dem Erkalten bringt man das Gemisch aus derFlasche heraus, und presst es in Leinwand unter der Presse stark aus..Das Stearin bleibt als eine weisse, feste, geruch- und geschmacklose