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ACONITUM

Aconitum exaltatum^RElcHENB.

Abbild. Reichenb. 1. c. Tab. 72.

In den Sudeten einheimisch und der vorhergehenden Art sehr naheverwandt; nach Reichenbach vielleicht eine hybride Form. Blüht vierWochen später. Der Stengel höher. Blüthenstand mehr eine pyrami-dalische Rispe; der Helm mehr kegelförmig gewölbt.

Aconitum Cammarum L.

A. rostratum DeC. A. väriegatum Flor. Siles.

Abbild. Reichbnbach. 1. c. Tab. VU. VIII. Haynk XII. 16.(A. altigaleatum. 1

Auf den Hochgebirgen Oesterreichs und der Schweiz, und auchim Riesengebirge. Im Habitus dem A. Stoerckianum ähnlich; durch diekleinern und blassgrünen Blätter von weitem zu erkennen. Bliithen ineiner dichten Traube mit abstellenden steifen Blüthenstielen, die sicham Grunde auch verästeln. Die Knospen sind nicht blau, wie bei A.Stoerckianum, sondern grünlich-braun mit blauen Nerven. Der Helmmehr kegelförmig gewölbt, an den Seiten etwas eingedrückt, etwashöher als breit; der Schnabel ziemlich lang, aber breit und gerade,nicht abstellend. Staubgefässe kaum gewimpert; die kappenförmigeuBlumenblätter ganz gerade, kürzer als der Helm; der Sporn zurück-gerollt, stark verdickt. Die jungen Früchte an der innern Xante ge-wimpert; die Saamen kleiner, blässer, die runzligen Falten geflügelt.

Aconitum väriegatum Willd.

A. väriegatum et rostratum Reichenb.

Abbild. Reicheivb. 1. c. Tab. IL 30. et 34.

Auf den österreichischen und schlesischen Gebirgen. Der Stengelbogig - gekrümmt. Die Blume fast ganz glatt, gewöhnlich weiss undblaugerandet, selten ganz blassblau; der Helm verlängert, stumpf und 'stark vorwärts geneigt.

Das ■jnm medicinischen Gebrauche bestimmte Kraut soll nur vonden wildwachsenden, Jiicht von den in Gärten gezogenen Pflanzenund zwar zur Zeit der Blüthe gesammelt' werden. Zeigen gleich sehrhäufig die cultivirten Pflanzen eine fröhlichere Vegetation gegen die aufihrem natürlichen Standorte befindlichen, so stehen sie ihnen doch imAllgemeinen an Wirksamkeit nach, und dieses ist auch mit dem Eisen-hütlein der Fall. Wo jedoch auch die cultivirte Pflanze benutzt wer-den darf, da eignet sich, nach Wiegmann's Erfahrung, für das Aco-nitum am besten ein feuchter, thonhaltiger, mergelartiger Boden undein sehr beschatteter Standort. Die Schärfe in den Blättern ist zuAnfange der Blüthezeit am stärksten, und verliert sich vollständig, so-wie die Früchte sich zu bilden anfangen. GrieSsehch (Geig. Mag.Jan. 1829. S. 45), der sehr viele Arten Aconitum des botanischen Gar-tens in Karlsruhe hinsichts ihrer Schärfe durch den Geschmack ver-suchte und sje hierin sehr verschieden fand, bemerkt, dass ihm die

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