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ACONITUM
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Wir folgen bei Aufzahlung der hierher zu rechnenden Arten derneuesten Bearbeitung in Nees v. Esenbeck und Ebermaier's Handbuchder medic. pharm. Botanik. Bd. 3.-S. 497 u. f. Die ganze Gattunglässt sich in vier Abtheilungen bringen, von welchen die beiden erste-ren mit gelblich - weissen Blumen uns hier nicht interessiren. Die dritteAbtheilung, Napelloidea , hat Blumen mit hinfälligem Kelche, mit ge-wölbtem Helme, und Früchte, die im unentwickelten Zustande (nachder Blüthe) von einander abstehen (germina divergentia); die vierte,Cammaroidea, aber Blumen, deren Helm oft noch hoher gewölbt istund deren junge Früchte gegen einander geneigt sind (germina conver-gcntia). Die blaublühenden Arten dieser beiden letztern Abtheilungenkommen wahrscheinlich alle in den deutschen Officinen als herba Aco-nili vor.
I. Napelloidca.
Aconitum vulgare DeC. Gemeiner Eisenhut, Sturmliut.
A. pyramidale Mill. A. Napellus. Auct. pl.
Abbild. Reichenbach Illustr. gen Aconiti. Tab. 1. 2. 3. et 68.Hayne XII. 12. 13. (Ac. variabile.)
Syst. sexual. Cl. XIII. Ord. 3. Polyandria Trigvnia.
Ord. natural. Kanunculaceae. Tribus: Helleboreae.
Einheimisch auf den höhern Bergen des südlichen Deutschlandsund der Schweiz, aber auch in Schlesien und Schweden. Aus einerperennirenden vielköpfigen Wurzel erheben sich mehrere gerade, auf-rechte, meist einfache, 2 bis 3 Fuss hohe Stengel (durch Cjiltur 5 bis6 Fuss hoch mit Vielen blüthentragenden Aesten), welche stielrund,nur nach oben etwas eckig und nebst den Blüthenstielen mit kurzenanliegenden Haaren besetzt sind. Die Blatter mit laugen rinnentörmi-gen Blattstielen sind bis zur Basis handförmig in fünf Abtheilungenzertheilt, auf beiden Seiten glatt, oben dunkel mattgrün, unten blass.Die Hauptabtheilungen des Blattes an der Basis keilförmig verschmä-lert , dem Umrisse nach schmal lanzettlich und zugespitzt, dreilappig,jeder Lappen mit zwei langen, lanzettförmigen Zähnen besetzt. Dieschön blauen Blumen in einer langen ziemlich dichten Traube an derSpitze des Stengels, auf aufrechten oder aufrecht - abstehenden, mitdrei Deckblättern versehenen Blumenstielen. Der blau gefärbte Kelch(corolla L.) besteht aus fünf Stücken: das obere, der Helm (galea s.cassis), ist halbkreisförmig oder stärker gewölbt, mit. einem kurzenstumpfen Schnabel, er ist in seiner grössten Breite breiter als hoch inseiner Mitte, berührt gewöhnlich die seitlichen Blättchen (oder stehtauch etwas ab — galea Hans), welche abgerundet sind, die beidenuntern sind eiförmig-länglich, stumpf. Alle fünf Stücke sind aussenstark behaart, mit Ausnahme des Helms auch innen. Innerhalb desKelchs finden sich fünf Blumenblätter {nevtaria L.) von ungleicher Bil-