ACONITUM
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Duhamel und Margckaf erkannten zuerst im Weinstein eine ei-genthümliche Säure, die Scheele 1770 zuerst darstellte, und das vonihm angegebene Verfahren zur Gewinnung dieser Säure wird im All-gemeinen auch jetzt noch befolgt.
Die im 2ten Theile enthaltene Vorschrift zur Bereitung 4er Wein-steinsäure wird Veranlassung geben, auch andere Methoden zu erwäh-nen und die erforderlichen Erläuterungen zu geben.
Aconitum. Herba. Eisenhütlein.
Aconitum Neornontanum Willden. (Stoerckiauum Rei-chenbach.) Eine perennirende Pflanze, 'an bergigenOrten hin und wieder vorkommend.
Die Blätter an dem blühenden Kraute dunkelgrün, glatt,handförmig, fünftheilig, mit fast bis auf den Grund getheil-ten Seitenlappen, keilförmigen auseinandergesperrten Ein-schnitten, die letztem 2 — 3 Linien breit; die Stiele glatt,länger als die Nebenblätter;• die Blumenkronen blau, miteinem 6 — 8 Linien hohen, ein wenig oberhalb einwärts ge-bogenen Helme, einem nicht hervorragenden und nicht ge-krümmten Schnabel. Die Blätter sind mit einem scharfennarkotischen Princip begabt. Man nehme sie von der wild-wachsenden, und nicht von der in Gärten gezogenen Pflanze,in den Monaten Mai und Juni. Sie dürfen nicht über einJahr aufbewahrt werden. Die Pflanze werde nicht mit denverwandten Arten verwechselt, das Kraut ist mit den Blu-men zu sammeln.
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Die Gattung Aconitum ist ohne Zweifel eine der schwierigsten fürden Botaniker; die nahe Verwandtschaft -der von vielen Beobachternfür Arten gehaltenen Formen, die durch Verschiedenheit des natürli-chen Standortes sowie durch vielfältige Cultur bedingte Variabilität inden meisten für charakteristisch gehaltenen Kennzeichen, die durchallzugrosse Zersplitterung der Arten entstandene, schwer zu überse-hende Synonjmie, erschweren die genaue Kenntniss der Arten ausser-ordentlich. Zum Glück scheint es für den medicinischen Gebrauch aufdie Arten selbst weniger anzukommen, wenn nur die nahe verwandtenB'ormen aus der Ablheilung der Napelloidea und der Cammaroidea vonihrem natürlichen Standorte -alljährlich gesammelt und gut aufbewahrtwerden. Sollen doch nach Beilschmidt in zwei verschiedenen Disser-tationen Störck's de Aconita zwei verschiedene Pflanzen, eine mit er-habenem, eine mit niedrigem Helme abgebildet seyn!
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