ACJDÜM SÜLPHURICUM
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Bernstein angiebt. Die Bernsteinsäure beträgt ungefähr 0,0465. BeimRösten des Bernsteins zur Firnissbereitung kann eine beträchtlicheMenge dieser Säure gesammelt werden, denn der geröstete Bernsteinist gerade in dem Zeitpunkte, wo die Entwickelung der Säure aufhört,zur Auflösung in Alkohol .oder in fetten Oelen am tauglichsten.
Eine reichlichere Ausbeute an Säure wird erhalten, wenn man auf2 Pfund grob zerstossenen Bernstein 10 Drachmen mit' gleich viel Was-ser verdünnter Schwefelsäure giesst und ihn nun auf einem flachen stei-nernen Gefäss röstet, bis er kaffeebraun wird, worauf man ihn in dieRetorte bringt und destillirt. Ein Zusatz von Schwefelsäure ist zuerstvon Barth empfohlen und von Gehlen und- Meyer als nützlich be-stätigt (Bcjchn. Repert. II. 300. und VII. 246.). Die Säure scheintnämlich im Bernstein an das Harz gebunden zu seyn, und wenn vondemselben die Bernsteinsäure durch die mächtigere Schwefelsäure ge-trennt worden, so kann die Benisteinsäure leichter sublimiren, und dieAusbeute erreicht das Doppelte,
Dieser Erfolg scheint darauf hinzudeuten, dass die Säure im Bern-stein schon gebildet bestehe, und nicht erst ein Product def Destilla-tion sey. Denn auch schon durch blosse Behandlung des Bernsteinsmit kochendem Wasser oder mit Weingeist, oder noch besser mit Ka-lilösung, wird ein Theil Säure ausgezogen, und Berzelius hält sichüberzeugt, dass man durch Kochen von äusserlich fein geriebenemBernstein mit Aetzkalilauge, und Ausziehen des ungelösten Theils mitwarmer verdünnter Salzsäure alle Benisteinsäure aus dein Bernsteinerhalten könne, ja Lampabies ist es gelungen, durch Auflösen desBernsteins in Schwefelkohlenstoff die ganze im Bernstein enthalteneMenge der Säure als Rückstand zu erhalten.
Die gewonnene Säure ist gelb oder gelblichbraun und stark durchBrandöl verunreinigt, von dem sie sich schwer abscheiden lässt. Siewird in dem bei der Destillation erhaltenen sauren Wasser aufgelöstund durch feuchtes Papier geseihet, wodurch ein grosser Theil desbeigemengten Oeles zurückgehalten und nach dem Abdampfen ein schonetwas gereinigtes Bernsteinsalz gewonnen wird, welches zum Theil indiesem Zustande in den Handel kommt, zum Theil auch, schon von denFabricanten noch weiter gereinigt wird.
Acidum sulphuricum crudum. Oleum Vitrioli. RoheSchwefelsäure. Vitriolöl.
Ein Vräparat chemischer Fabriken durch Verbrennungdes Schwefels mit salpetersaurem Kali, sowie auch durchtrockene Destillation des schwefelsauren Eisens.
Eine Satire, aufs höchste ätzende, farblose oder bräun-liche Flüssigkeit, ans dem schwefelsauren Eisen bereitet, rau-
Vulk's prcups. Pharmal. 4. Aufl. I. 2
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