Zusätze
915
gummösen Extractiustoff 3,60; desgleichen durch Küchen erhalten 1,90; ul-min 8,60; Kalk mit Aepfelsäure, mit etwas Kieselerde und vegetabilischerSubstanz 2,00; Holzfaser 35,45; erdige Theile 6,70. 8. — 99,35.
Im orientalischen Wurmsaamen fand er: eigenthümliches bitteres in Al-kohol und Wasser lösliches Ertract mit aepfelsäure, etwas Kali, Kalk undMagnesia 21,53; eigene harzige, braune, bittere Substanz 6,53; scharfesBalsamharz 7,59; Cerin 0,48; gummösm Extractiustoff 12,55; desgleichendurch Kochen erhalten 2,69; Ulmin 10,25; Kalk mit Aepfelsäure u. s. w.4,13; Holzfaser 35,57. 8. --- 101,32.
Oonolill«. S. 336. In Froriep's Notizen XVIl. 7. 1827. April.
S. 106. geschieht einer Partie Austern Erwähnung, welche so grün waren,wie Elfenbein mit Grünspan gefärbt. Als verdünnte Salpetersäure daraufgebracht wurde, so erhielt das in die Auflösung gebrachte Wasser einenstarken Kupferstreifen. Auch aus der Asche wurde eine kleine Portion me-tallisches Kupfer gewonnen. Die grüne Farbe, welche an manchen Austernbemerkt wird, rührt daher nicht immer, wie man behauptet hat, von demBodensatze her, welchen an manchen Lagen die See hervorbringt, und der<ms vegetirenden Keimen von Conferven und Tangen besteht, sondern kannauch davon herkommen, daß sie auf kupferhaltigem Boden gesessen haben,und hiermit hängen denn auch die nachtheiligen Wirkungen zusammen, welchebisweilen von Austern hervrgebracht sind.
A
l^nium. S. 340. Gieseke (Brandes's Archiv. XX. 2. 1827. S.27.) hat das wirksame Princip des Schierlings aus den Saamen zu gewin-nen und darzustellen versucht. Nach diesen Versuchen ist das Schierlingsgiftdestillirbar, wenn es gleich einen extractartigen Stoff bildet. Es wurde er-halten, wenn Schierlingesaamen oder auch der frische ausgepreßte Schier-lingssaft, der zum Aufwallen erhitzt und filtrirt worden war, erster« mitMagnesiahydrat und Waffer, letzterer mit Aetzkalk der Destillation unterwor-fen wurde, wobei die tubulirte Vorlage durch eine Röhre mit durch Schwe-felsäure angesäuerten! Wasser in Verbindung gesetzt worden war. Das De-stillat war anfänglich farblos, und nahm erst bei fortgesetzter Destillationeine Farbe an, die sich vermehrte, wenn das alkalisch reagircnde Destillatdem Lichte ausgesetzt oder mit einer Säure «eutralisttt wurde. Die Flüchtig-keit dieses Stoffes scheint auf der Gegenwart von freiem Ammoniak (wahr-scheinlich Produtt der mit Aetzkalk unternommenen Destillation, ohne welchenZusatz nur ein farbloses Destillat von fadem Gerüche und Geschmacre erhaltenwurde) zu beruhen, dum der cigenthümliche narkotische Geruch verschwandfast gänzlich, wenn das Destillat mit einer Saure gesättigt wurde, in wel-chem Falle es auch nicht wieder überdestillirte, welches aber erfolgte, wennfreies Ammoniak beigemischt wurde. Beim Abdampfen des bräunliche» De-stillats schied immer schwefels. Ammoniak in Krystallen aus. Der crtractar-tige Stoff wurde durch Galläpfeltinctur, Brcchweinstein, Allalien und vieleWctallsalze niedergeschlagen (kann also wohl noch nicht als ein reiner nach-
6s '