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Zusätze
S. 100. Vogel (Kastn. Archiv. IX. 3. 1826. S. 319.) bestimmtedie Auflöslichkeit der Arseniksäure in Nasser dadurch, daß « die Auflösungdurch gelindes Abdampfen so weit concentrirte, daß sie etwas feste Saureabsetzte, und fand, daß 100 Th. Arseniksaure sich schon in 40,5 Th. Wasserbei 10 ° R. auflösen.
S. 1l>1. Guibourt (a. a. O.) behauptet, nur die natürlichen Ver-bindungen des Arseniks mit dem Schwefel könnten mit den Namen R«»lga^und Auripigment belegt werden. Das künstliche Auripigment des HaMlswurde von 40 Grammen bis auf 0,6 Grammen von kochendem Wasser ab-gelöst, und das Gelöste bestand aus weißem Arsenik. Auch aus dem künst-lichen rothe» Arsenik zieht, wie Guibourt fand, das Wasser etwas weißesArsenik aus.
Wenn sich diese Angabe bestätigen sollte, so würde dieses zugleich eineBestätigung der Behauptung seyn, daß nur das künstliche Schwefelarsenik,nicht aber das natürliche giftig wirke, von welchem jedoch auch Orfila (a.a. O. S. 129.) gezeigt hat, daß es gleichfalls giftig wirke, nur nicht soheftig als die arstnige Saure.
S. 107. Nach Morheim ist das arseniks. Silberoiyd in Essigsäureauflöslich, das Phosphors. Silbcroryd nicht.
Lrvoüil,. S, 164. Du long (Buchn. Repcrt. XXV. 1827. S. 70,
Brcmdes's Archiv. XX. 1. S. 84.) hat, ohne, wie es scheint, die Arbeitenvon Brandes und Firn h a beBgekannt zu haben, gleichfalls den wirksa-men und giftigen Stoff abgeschieden. Das Bryonin ist nach ihm braun,fast etwas klebend, von sehr bitteim der Wurzel ähnlichem Gcschmacke, inWasser und Alkohol auflöslich, aber unauflöslich in Aether. Es ist neutral,nicht krystallisirbar; die wäßrige Auflösung wird durch Galläpfel niederge-schlagen. In der Hitze entwickelt es Ammoniak, enthält also Stickstoff. Du-long glaubt diesen Stoff dem Colocynthin anreihen zu können.
In Vergiftungsfällen mit lir^onia empfiehlt er den Galläpfclaufguß,wodurch der Stoff unauflöslich und unschädlich gemacht werde.
Die gefundenen Bestandtheile sind: eine bittere, mit besondern Eigen-schaften begabte Substanz (Bryonin); viel Satzmehl; wenig grüne« Fett;wenig Harz; vegetabilisches Eiweiß; Gummi; viel basisch äpfels. Kalk; einsaures ävftls. Salz. Die Asche bestand aus kohlens., schwefeis. und salzs.Kall, kohlens. und Phosphors. Kalk und etwas Eisenoxyd.
(.'Illnl,. S. 264. Eine vorzüglich auf die chemischen Bestandtheile derChinarinden versuchte Anordnung derselben findet sich in Geiger's Maga-zin 1826. September. S. 2ls.
Oinno 8emen. S. 299. Wa ckenrod er (Geiger'sMagazin 1827.Mai. S. 170.; Kastn. Archiv. Xl. I. 1827. S. 73.) fand in 100 Th. deslevantischen Wurmsaamens: eigenthümliches bitteres in Alkohol und Wasserlösliches Ertract mit Aepfelsäure, etwas Kali und Kalk 20,25; eigene har-zige, braune, bittere Substanz 4,45; scharfes Balsamharz 6,05; Cenn 0,35;