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Nach Nauquelin (Scher. I. IV. S. 82.) enthält der im Mai ausdem Stamme gezapfte Saft essigs. Kali, essigs. Kalk, vegetabilische Materie,rohlens. Kalk und Talk, Kohlensäure, eine Spur Syrup, schwefels. undsalzs. Kali. Durch das Aufbewahren zersetzt sich der Saft, und enthaltdann freies Kali. Vauquelin untersuchte auch eine schwarze und weißeSubstanz, aus den Geschwüren alter kranker Ülmenbuum« fließend, und ander Rinde trocknend. Er fand, daß die Bildung und Absonderung desKalis, im Vergleiche zu dem Kaligehalte des gesunden Saftes, erstaunendgroß sey.

Das über die Rinde abgezogene Wasser hat einen bittermandelwasser-ähnlichen Geruch, der sich auch beim frisch bereiteten Decocte zeigt. EineUnze der Rinde enthält nach Davy 13 Gran Gerbestoff. Außerdem enthältdie Rinde viel gummige und schleimige Theile, etwas Kochsalz, sauerklees.Kalkerde, und sehr wenig harzige Theile.

Die Ulmenrinde wird in der Abkochung verordnet; wegen des Gehaltsan Kochsalze darf diese nicht mit Quecksilbersalzen, und wegen des adstrin-girenden Stoffes nicht mit Eisensalzen, oder überhaupt mit metallischenSalzen vermischt werden.

Die polnischen Bauern verfertigen aus der zähen Rinde eine Art Schuhe,welche sie Paräsken nennen.

Dva ur8i'. Die Blätter. Bärentraubenblatter.Vilnius Hva UI5I Iiinn. Ein immergrünender kleiner StrauchDeutschlands.

Kurzgestielte, verkehrt-eiförmige, ganzrandige, kahle, etwassteife, auf der untern Seite durch Adern netzförmige Blatter,von zusammenziehendem Gcschmacke. Sie müssen nicht mit denauf der untern Seite punktirten Blattern von V^oeiniuin Viti«»o» verwechselt werden. Im Sommer einzusammeln.

^rdutu» I1vc> ui»i. Die gemeine Sandbeere oder Bärentraube.I^lnn. tl. X. veeanürik». Vr6. l. IVlono^ni».3u8». rl. lX. Orü. 3. L,-iein«2e.

Dieser niedrige Strauch liebt gebirgige, steinige, sandige Und schattig«Orte, und wird an kalten unfruchtbaren Orten angetroffen-

Die Stengel sind schwach, dünn, strauchartig, gewohnlich niedergestreckt,glatt, ästig, 24 Fuß lang, und entspringen zu mehreren aus einer Wurzel.Die jungen Triebe sind rechlich und leicht wollig. Die längs den Aesten zer-streuten, abwechselnden Blatter stehen Ziemlich nahe bei einander, sind kurzgestielt, klein, immergrün, lederartig, dick, steif und ziemlich hart. DieOberfläche ist dunkelgrün, die Unterstäche mit feinen netzförmigen Adern durch-zogen und hellgrün; beide Flächen sind etwas glänzend. Die Blüthen sindweiß-rithlich, hängend und bilden an den Enden der Zweige kurze einfache