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1 (1828) Einfache Mittel
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verfonn in Latwergen verordnet; an manchen Orten wird er auch dem Bierezugesetzt, um das Sauerwerden desselben zu verhüten.

WinU8. Die innere Rinde. Innere Ulmcnrinde. Rüster^rinde.

II1l>m8 eainz»e»tri8 I^inn. et elf«»» Willä. Bäume Deutsch-lands.

Die innere gelbbraunliche, glatte, dünne, zähe, bitterlicheRinde, von nicht gar zu dünnen Aesten. Im Frühlinge einzu-sammeln. ________

lNinv.» «Hinpegtri« l^inii. Die gemeine Rüster oder Ulme, undHImu» «Nu«» »ill<1. Die Traubenrüster.I^inn. ci. V. ?«nt2n>!l!ll. 0<l>. 2. viZ^ni-i.

Die gemeine dreiblättrige Ulme ist ein schnell wachsender, starker, gera-der und ansehnlicher Baum, welcher eine Höhe von 60 80 Fuß erreicht.Er findet sich an den Rändern der Wälder und Dorfer, und wird hausigin Alleen gepflanzt. Die glatte Rinde desselbün ist bräunlich-aschgrau undan alten Stammen etwas rissig; die Reste sind immer glatt. Die abwech-selnden Blätter sind kurzgesticlt, dunkelgrün, eiförmig, zugespitzt, am Grundeungleich und doppelt gesägt. Die grün-rechlichen, fast stiellosen Blumenstehen in Haufen zusammengedrängt an den äußersten Zweigen. Der Kelchist bleibend/ einblättrig, inwendig gefärbt und fünfspaltig. Die Vlumen-krone fehlt. Die 5 Staubfäden haben dunkelrothe Staubbeutel. Die Frucht(Flügelfrucht) ist glatt, kreisrund, dünn, an der Spitze herzförmig ausge-schnitten, einfächerig und einsaamig.

Die TraUbcnrüster erreicht gleichfalls eine bedeutende Höhe und Stärke,wächst aber langsamer. Die Aeste sind lang, abstehend und mit zahlreichenkurzen zweireihigen, sparrig abstehenden Zweigen besetzt. Die Rinde ist andem jungen Stamme und den Aesten glatt, bräunlich oder schwärzlich, undnur an den jüngsten Zweigen behaart. Die vor den Blättern ausbrechendenBlüthen sind hier gestielt, wodurch sich diese Art unterscheidet. Die Fruchtist eine runde, häutige, gelbliche, flach zusammengedrückte einsaamige Flügel-frucht, die am Rande mit zarten Haaren gewimpert ist.

Von beiden Bäumen wird die officinelle Ulmenrinde, Rüsierborke, vonbin dünncrn Aesten alter Bäume oder von den Stämmen junger Bäume ge-sammelt, und von der äußern, spröden, rauhen, braunen, geruch- und ge-schmacklosen Oberrinde befreit. Die innere Rinde ist im frischen Zustandegelblich, getrocknet aber rothbräunlich, und hat einen sehr schleimigen, etwasscharfen, bitterlichen, zusammenziehenden Geschmack, übet keinen Geruch. DieRinde der ganz jungen Zweige enthält eine solche Menge des Schleims, daßer sich in Faden ziehen läßt.