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1 (1828) Einfache Mittel
Entstehung
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I'rassacanck»

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stehenbleibenden untern Theile der Blattstiele und der Asterblatter gebildetwerden. Die Blätter stehen genähert an den Spitzen der Aeste, sind unge-fähr 15 Linien lang, aus 68 Paaren gegenständiger Mederblattchen zusam-mengesetzt, und am Grunde mit zwei zugespitzten Nebenblättchen umhüllt.Die Blättchen sind sehr schmal, borstenartig zugespitzt und behaart. DieBlüthen sind gelb und sitzen in den Blattwinkeln an der Spitze der Aeste.Der kurze Kelch und die Deckelblättchen sind mit wolligen Haaren bekleidet.

Der Saft dieser Pflanze, der in den Monaten Juli bis September,theils von selbst aus dem Stengel, theils an verwundeten Stellen desselbenheraustritt und an der Luft erhärtet, ist das Traganthgummi, Wir er-halten dasselbe in schmalen, fadenförmigen, gedrehten und gewundenen Stück-chen. Je Heller und weißer das Gummi ist, desto mehr wird es geschätzt,und hiernach bestimmt sich auch der Preis der im Handel vorkommendenSorten, nämlich 6mumi l'iÄZ^cantNÄ«! eleotun», naturi»!« und «urcliclun,welches letztere nur höchstens zur Bereitung der Räucherkerzenmasse ange-wendet werden darf. ,

In kaltem Wasser schwillt der Traganth stark auf, und giebt eine klei-sterartige Masse, er läßt sich aber bis zur völligen Durchsichtigkeit darinnicht auflösen, und setzt einen stärkemehlartigen Bodensatz ab, der in derSiedehitze zur opalartigen Durchsichtigkeit sich in dem übrigen Schleimeauflöst.

Bucholz (Almanach 1815. S. 61.) hat über den Traganth eine sehrgenaue Arbeit geliefert. Auch bei der stärksten Verdünnung der Auflösungdes Traganths in Wasser, von welchem 1 Th. mit 100 Th. Wasser eineneben so dicken Schleim gaben, als ein Th. Mimosengummi mit 4 2H, Was-ser, lief die Lösung nicht klar durch, indem aufgequollene Theile beigemischtwaren, die allmälig die Poren des Filters verstopften. Die durch den aufge-quollenen gallertartigen Stoff trübe und dickliche Lösung wurde durch Ammo-niak, und besonders durch Salzsäure vollkommen klar und dünnflüssiger-Salpetersäure klärte dagegen nicht. Es ergab sich aus diesen Versuchen, daßdie Traganthlösung aus zwei Substanzen bestand: I) aus einem eigentlichengummigen Stoffe, und 2) aus eingemengter Traganthgallerte, die durcheinen cigenthümlichen Traganthstoff gebildet war.

Behufs einer genauen Analyse wurden also 100 Gran Traganth mit256 Unzen Wasser allmälig Übergossen, und zum Absetzen der Troganthgal-lerte hingestellt. Die klare Gummilösung wurde mit einem Heber abgenom-men, der Rückstand von neuem mit kaltem Wasser umgerührt, und dadurchauf einen immer kleineren Raum zurückgebracht. Die klare filtrirte (wozu8 Tage erfoderlich waren) Gummilösung 'gab nach dem Verdampfen einengelblichweißen Rückstand, der mit dem arabischen Gummi ganz übereinkam.

Ganz anders verhielt sich dagegen der eigentliche Traganthstoff, der sichals ein eigenthümliches Princip des Pflanzenreichs bewies. Im trocknen Zu-stande erscheint er schmutzig weiß oder gelblich, durchsichtig oder durchschei-nend, von muschligem Bruche, leicht pulverisirbar, geschmack- und geruchlos.