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1 (1828) Einfache Mittel
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in Viele Aeste zertheilen, und gleich unserm Vpheu bis zu den Gipfeln derBäume steigen. Er wird zu den gefährlichsten Giftpflanzen gezählt.

Die Wurzel ist holzig, seitwärts treibend, rechlich und hat wenige Fa-sern. Der holzige Stamm ist dünn, wurzelnd, ästig, oft gebogen und läßtsich brechen. Die Rinde desselben ist graubraun und die der jüngern Zweigegrünlich, etwas gestreift und gefleckt. Die runden, gefurchten, feinbehaartenAeste stehen wechselsweise, sind lang, fein, selten gezweigt, und tragen nuran den jährigen Trieben Blatter und Blüthen. Die Blatter sind abwech-selnd, langgesticlt, abstehend, die Blättchen fast 3 Zoll lang, oben dunkel-grün, unten blaßgrün. Gewöhnlich finden sich 45 Blatter an den jähri-gen Trieben. Die kleinen, gelbgrünlichen Blumen bilden in den Blatt-winkeln kurze, ästige Rispen. Gewöhnlich findet man Zwitterblumen, be-sonders bei den cultivirten; zuweilen sind die Geschlechter ganz getrennt, oftauch gemischt.

Die Pflanze blüht im Juni, Juli und August.

Der Giftsumach enthalt in allen seinen Theilen einen weißlichen, har-zigen und äußerst scharfen, schwarzfärbenden Saft. Die Schärfe dieser Pflanzeist wohl, zum Theil wenigstens, flüchtiger Natur, da schon die Ausdünstungenjene Wirkungen hervorbringen, welche noch unfehlbarer bei Berührung, undbesonders beim Abpflücken der Blätter, wobei wahrscheinlich die Bläschen,welche die giftige Schärfe einschließen, zerrissen werden, sich zeigen. Diesebestehen in einer ganz eigenthümlichen Ausschlagskrankheit, welche mit denhitzigen Ausschlagskrankheiten die größte Ähnlichkeit hat. Diese Krankheitbeginnt mit einem Jucken, das gewöhnlich erst einige Stunden, ja selbst ei-nige Tage nach der Berührung, oder nachdem man sich den Ausdünstunaenausgefetzt hat, eintritt, worauf Blasen, Entzündung der Haut, Aufschwellendes Körpers folgen, und diese Krankheit kann selbst lebensgefährlich werden.Diese Wirkungen der flüchtigen Schärfe hat Krüger (Archiv für die Phar-macie von Schaub und Piepenbring 1802. S. 261.) an sich selbst erfahren,und dabei bemerkt, daß die Ausdünstung und Berührung der Blätter bei Hei-lerin Wetter und Hellem Sonnenschein gefahrlos, bei trübem regnigem Wet-ter und gegen Abend vorzüglich lgefährlich sey. Schwarze Flecken bekamKrüger jedesmal an den Händen, mit welchen er die Blätter gepflückthatte, auch wenn die eigentliche Ausschlagskrankheit wegblieb. Nr. Hunoldzu Cassel (Ebend.) sah im nordamerikanischen Kriege, die Folgen von denAusdünstungen des Giftsumachs an Soldaten, welche um ein Feuer gelagertgewesen waren, das zum Theil durch grünes Reisig vom Giftsumach unter-halten worden war; kein einziger Mann blieb verschont.

Die von Van Mons (Trommsd. I.IX. 1. S. 209.) angestellten Ver-suche , nach welchen die flüchtige Schärfe in Kohlenwassersioffgas bestehen soll,in welchem ein giftiges Miasma aufgelöst sey, sind völlig unbefriedigend.Auch Achard's Versuche (Crell's Ann. 1737. I. S. 337 und 434.) gebenkeinen Aufschluß über die Natur der Scharfe. Der aus den Blättern aus-gepreßte Milchsaft erschien grün und trübe, klärte sich aber durch Absetzung

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