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1 (1828) Einfache Mittel
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kunvolvulu» Hul-»n» I^in». Die Ialapenwinde.

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Hu««. l!I. VlII. UlH. 10. Oonvolvulaeell«.

(Vergl. Verl. Jahrb. 1804. S. 64.; und Werl. Jahrb. 1820 S. 59.)

Diese Pflanze wachst wild im wärmern Amerika, in Mexiko, in dentrocknen sandigen Gegenden von Vera-Cruz, besonders häusig beiXalapa, ei-ner Stadt, woher sie zuerst im Jahr 1610 nach Europa gebracht wurde,auch in Florida, Carolina und Georgien; sie wird ihrer wohlriechenden Blü-then wegen auch bei uns in Gärten gezogen.

Die fleischige, sehr dicke, oft 12, 15 bis 20 und mehrere Pfunde schwereweiße Wurzel (die von Charles-Town nach Frankreich gebrachte frische Wur-zel wog, ungeachtet ein Theil davon ausgeschnitten war, bei ihrer Ankunft47^ Pfund) ist knollig, rübensirmig, rund oder spindelförmig, unten mitmehrern geraden, senkrechten, dicken Wurzelzasern versehen; sie enthält einenmilchigen süßen Saft und treibt an ihrem obern Theile mehrere krautartigeStengel, welche die benachbarten Gegenstände umwindend und kletternd sichzu einer Höhe von 12 20 Fuß erheben. Die gestielten, weichen, s5Zoll langen und fast eben so breiten Blätter sind siebennervig, herzförmig,3 oder 5lappig; ihre obere Fläche ist runzlig, die untere weißsilzig. DieBlumenstiele stehen einzeln in den Blattwinkeln, sind ein-, zwei- oder mehr-blüthig. An jeder Blume bemerkt man einen bleibenden fünfblättrigen Kelch,«ine einblättrige, glockenförmige, weiße oder veilchenblau schattirte und geä-derte Krone mit etwas bauchiger, innen dunkelviolettfarbiger Röhre. Diefünf ungleichen Staubfäden tragen weiße, pfeilförmige Staubbeutel. DieFrucht besteht in einer fast runden viersaamigen Kapsel; die vier Saamensind braunröthlich und zottig.

Die officinelle Ialapenwurzel wird nicht nur von der wildwachsendenPflanze allein gesammelt, sondern auch von der in manchen Gegenden Neu-spaniens, bei talapa, Orizaba, Cordoba u. s. w. besonders angebauten.

Die Zubereitung, welche mit der Wurzel vor ihrer Versendung vorge-nommen wird, besteht einzig darin, daß die Wurzel, nachdem sie gereinigtworden, je nach der Größe und dem Umfange, in Querstücke oder Viertelzertheilt, der Länge nach gespalten, oder bei zu geringer Dicke bloß einge-schnitten und alsdann im Schatten getrocknet wird. Die im Handel vorkom-menden Wurzelstöcke sind daher auch ungleich und verschieden gestaltet, baldungethcilt, kurz, rundlich, ei- oder birnförmig, in halbbirnförmigen Stücken,bald länglich, oder in mehr oder weniger runde, ^ bis 4 Zoll dicke Schei-ben zerschnitten. Außen sind sie runzlig, dunkelbraun oder schwärzlich; dasinnere Gewebe erkennt man am besten an den Wurzelstücken; diese habendieselbe runzlige Oberhaut, auf der innern Oberflache sind sie gelblichgraumit schwarzen Adern oder Strichen durchzogen, die auf den Querscheiben derQuere nach, auf den länglichen Stücken der Länge nach concentrisch sind.Einzeln sind sie von nicht sehr merklichem Geruch«, in Masse aber oder