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etwas erwärmt zeigen sie einen eigenthümlichen sehr widrigen Geruch. DerGeschmack ist zuerst ebenfalls wenig merklich, dann aber unangenehm,ekelhaft, scharf bitterlich, kratzend. Die recht trocknen, schweren, dichten,nicht zerbrechlichen, unter dem Hammer oder im Mörser leicht in glanzende,schwärzliche Stückchen zerspringenden und der vielen Harzlheile wegen leichtentzündlichen, mit Heller Flamme brennenden Stücken sind die besten und ge-ben fein gestoßen ein gelobraunlich-graues Pulver.
Verwerflich sind hie leichten, äußerlich hellbraunen, inwendig weißlichenoder blaßgrauen, glanzlosen, so wie die schwammigen, von Würmern zer-fressenen (wobei jedoch das Harz nicht, sondern nur der stärkemehlartigeTheil angegriffen wird, die daher zur Gewinnung des Harzes noch gut be-nutzt werden können), leicht zerbrechlichen, so wie auch die durch Trocknen beizu starker Hitze beinahe verkohlten Stücke. Man mengt auch wohl solcheStücke unter, denen schon ein großer Theil des Harzes durch Weingeist ent-zogen worden ist; diese erkennt man aber an dem Mangel der glänzendenPunkte und Streifen, und an der fast durchaus ganz gleich braunen Farbe.Untergemischte Stücke der Zaunrübenwurzel sind an ihren Merkmalen leichtzu erkennen. Buchner (Trommsd. N. I. IV. I. S. 310.) fand einegrobe Verfälschung mit gerösteten Früchten, die mit Ialapentinctur getränktwaren.
Cadet de Gassicourt (Buchn. Repert. Vl. S. 22.) zerlegte dieIalapenwurzel durch Einweichen in kaltem Wasser, wiederholtes Kneten undDurchpressen durch Leinwand. Das Harz bleibt an den Händen zurück, undwird mit Weingeist abgespühlt. Aus der durchgelaufenen Auflösung derertractiven Theile setzt sich das Stärkemehl ab. Aus dem Rückstande wirdder letzte Antheil Harz durch Alkohol ausgezogen, nnd so bleibt eine holzig«Materie von hellgrüner Farbe zurück. Die vom Stärkemehle abgegosseneFlüssigkeit war noch trübe, und ließ sich nur mit Mühe siltriren. Beim Er-hitzen wurde sie milchig, und beim Kochen setzte sie einen dichten Niederschlagab, der auf dem Filter gesammelt und getrocknet sich wie verhärteter Eiweiß-stoff verhielt. Die durchführte Flüssigkeit wurde zur Exlractdicke abge-dampft; das braungefärbte, beinahe trockne Extract zog die Feuchtigkeit ausder Luft an, hatte einen salzigen, nicht unangenehmen Geschmack, röthetedie Lackmustinctur, und gab an den Alkohol eine geringe Menge gefärbterSubstanz und salzsauren Kalk ab, worauf das rückständige Extract getrock-net nicht weiter Feuchtigkeit anzog.
IM Grammen gaben auf diese Art zerlegt: Harz 10,0; wäßrigesExtract 44,0; Starkemehl 2,5; Eiwcißstoff 2,5; holzige Substanz 29,0;Verlust 12,0. Die Asche von 100 Th. Ialapenwurzel enthalt: salzs. Kali1,622; salzs. Kalk 0,040; Phosphors. Kalk 0,804; basisches kohlens. Kali0,376; kohlens. Kalk 0,400; Eisen 0,020; Kieselerde 0,540. Pfaff ver-muthet nach der Analogie auch Kupferoxyd.
Planche (Trommsd. I. XXIV. 2. S. 80.) beabsichtigte bei seinerBearbeitung der Ialapenwurzel vorzüglich eine wohlfeilere Bereitung des