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1 (1828) Einfache Mittel
Entstehung
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Il^8«c>pu8 uwelnall« I^inn. Der gemeine Vsop.I^iun. LI. XIV. vi^numil». Ur6. 1. L^mnuzziermiu.^U88. LI. VIII. c». 6. I>al)!!N2e.

Diese ausdauernde Pflanze wachst in verschiedenen Gegenden Deutsch-lands, in Italien, Frankreich, der Schweiz und Sibirien :c., auf niedrigenAlpen, in bergigen Gegenden wild, und wird häusig in unfern Gärten gezogen.

Die Wurzel ist schwarz, hart, holzig, zaserig, fast von der Dicke einesFingers, und treibt mehrere aufrechte, fast strauchartige, etwas ästige, vier-eckige, 1 2 Fuß hohe Stengel. Die gegenüberstehenden, stiellosen, lebhaftgrünen Blatter sind oben glatt und unten scharf punktirt; auch giebt eseine Spielart mit vierzMg-kreuzenden, lancettförmigen Blättern. Die dun»kclblauen, zuweilen rochen oder weißen Blumen sind größtentheils nach einerSeite gewendet, kurz gestielt, in den obern Blattwinreln büschelförmig ver-einigt, und bilden so zusammen an dem Ende der Stengel aufrechte, etwasquirlförmige, einseitige, beblätterte Aehren. Der Kelch ist einblättrig, rohrig;die Krone einblättrig und rachenförmig; die Oberlippe stach, kurz, einge-schnitten, die Unterlippe dreispaltig, mit zwei stumpfen Lappen an den Sei-ten, und einem größern, umgekehrt-herzförmigen Lappen in der Mitte. ImGrunde des Koches liegen vier fast eiförmige, braune, unbedeckte Saamen.

Die Pflanze blüht im Juni bis August, und wird vor dem völligen Auf-brechen der Blüthcn eingesammelt. Sie besitzt einen angenehm gewürzhaftenGeruch und aromatischen, erwärmenden, etwas bittern Geschmack. Sie ent-hält viel flüchtiges Oel, besonders zur Zeit der Blüthe. Hierin liegt auchvorzüglich die Wirksamkeit des Krautes. Sechs Pfunde desselben geben biszu einer Unze eines gelblichen Oels, dessen Farbe sich mit der Zeit ins Rocheverändert, von einem sehr scharfen, etwas campherartigen Vsopgeschmacke,

Der wäßrige Aufguß ist rechlich, schwach aromatisch campherartig, bit-terlich, und wird von schwefelsaurem Eisen grünlichbraun.

Man gebraucht den Ysop im Theeaufgusse gegen Verschleimung der Brust,im destillirten Wasser, häufiger noch zu Fomentationen bei Quetschungen undzu Umschlägen,

Diese Pflanze behält nur ihre Kraft, wenn sie auf mcrgelartigem odersteinigem der Mittagssonne ausgesetztem Boden angebaut wird; auf gutge-dnngtem Boden angebaut riecht und schmeckt sie schwächer.

)awpa. Die Wurzel. Ialapenwurzel.

(!«,nvolvuln8 ^»Iaz>a I^Inn. »er» Inomaea ^»laz»» ^lionnux.

Eine ausdauernde mexikanische Pflanze.

Knollige, feste, schwere Wurzeln, außen braun, mit schwarz-lichen Runzeln, entweder ganz oder in Scheiben zerschnitten, ausconcentrischen Ringen zusammengesetzt, mit glanzenden braunenPunkten und Strichen, von einem scharf ekelhaften Geschmacle.Man sehe darauf, daß das Harz nicht ausgezogen sey.