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Uorllemn

Iloi-äeum. Malz. Gerstenmalz.

Verschiedene angebaute Arten von IIar6enm I.inn.

UuiHeum. Der ausgeschlaubte Saamen. Gerstengraupen,

üoräßum 'lilFare I^inn. Die gemeine Gerste.Uoi-äßuin Kexazticlion I^inn. Die sechszeilige Gerste.

I^inu. Ol. lU. 1>i»n6rill. Urä. 2. vi^/ni-i.

Hu88. LI. ll. Ur6. 4. <3r»inine»e.

Das Vaterland dieser bekannten Getreideart ist nicht mit Gewißheitzu bestimmen; sie soll in Sicilien und auch in Rußland wild wachsen. Nacheiner gelehrten Abhandlung (Froriep's Notizen, December 1826. S. 33.) solldie Bergkette des Libanon das Land seyn, in welchem die Gerste und derWeizen einheimisch sind.

Proust (Gchlen's I. l!. S. 376.) unterschied bei den Saamen eineneigenthümlichen Gerstenstoff, den er Hordein nannte, und der dem Stärke-mehle sehr nahe verwandt ist. Er erhielt nämlich durch Auswaschen desGerstenmehls ein Satzmehl, wovon sich nur ein Theil mit kochendem Wasserzu Kleister löste, während das Hordein ungelöst blieb. Dieses erscheint als«in gelbes körniges Pulver, welches bei der trocknen Destillation kein Am-moniak liefert, und beim Keimen der Gerste größtentheils in Stärkemehlverwandelt zu werden scheint. Das Mehl ungekeimter Gerste enthält nachProust: Hordein 65; Stärkemehl 32; in kaltem Wasser auflösliche Mate-rien, Gummi 4, Schleimzucker 5; Kleber, der sich beim Abdampfen desWassers in Flocken ausschied, 3; gelbes Harz 1. Das Mehl von gekeimterGerste oder das Gerstenmalz enthielt: Hordein 13; Stärkemehl 57; in kal-tem Wasser lösliche Theile 30.

Ein ho ff (Gchlen's I. VI. S. 62.) fand die reife Gerste zusammen-gesetzt, aus: Hülse 18,75; Mehl 70,05; Nasser 11,20. Das Mehl ent-hielt faserige Materie (aus Kleber, Stärkemehl und Holzfaser bestehend)7,29; Stärkemehl 67,18; Gummi 4,62; Schleimzucker 5,21; Kleber 3,52;Eiweiß 1,15; sauren phosphorsauren Kalk mit Eiweißstoff 0,24; Wasser9,37; Verlust 1,42.

Fourcroy undVauqUelin fanden in 100 Th. 1 2H. eines eigen-thümlichen, durch Weingeist ausziehbaren, grünlichbraunen, dicken Oels, wel-ches dem Gerstenbrote den bittern Geschmack, und dem Branntweine den un-angenehmen Fuselgcruch und Geschmack mittheilt; Zucker, Starkemehl, thie-rischen Stoff, der zum Theil in Essig auflöslich ist, zum Theil aus glutinö-sen Flocken besteht, Phosphors. Kalk und Talk, Gisenoxyd und Kieselerde,oft auch freie Essigsäure.

Prof. Zenneck hat nachgewiesen, daß das Holdem Proust's kein be-sonderer Stoff als Bestandtheil des Gerstenmehls sey, sondern daß es ausder Hülsensubstanz der zermalmten Gerstenkörner und einem denselben ankle-benden Theile von Stärke bestehe. Die Zerlegung des Hordeins bewirkte er