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1 (1828) Einfache Mittel
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bloß durch Kneten der erhaltenen Rückstände mit kochendem Waffer in einemleinenen Beutel.

Die Abkochung der ganzen Gerste ist etwas scharf, titter und abführend,welche Eigenschaft dieselbe von der Saamenhaut erhält. Der Absud der ent-hülseten Saamen aber, der Gerstengraupe, welche den Namen Perlgraupeenthalt, wenn die Saamen noch auf einer Mühle zugerundet sind, ist küh-lend, lindernd und etwas nahrhaft, und ist schon seit den ältesten Zeiten,namentlich von Hippok rares, als Heilmittel benutzt worden.

Das Malz übertrifft vielleicht an Heilkräften die Gerstengraupen noch,wofür auch das durch die Währung beim Malzen veränderte Verhältnis derBestandtheile spricht.

Häufig wird aber auch das Gerstenmehl gebraucht, um daraus dasNurüeuin praepÄiÄtuin anzufertigen.

H^i-ai-Zvlnm 8<m Uorcuriu» vivus. Quecksilber.

Es wird in Bergwerkshütten aus eigenthümlichen Erzen durch

Destillation erhalten, vorzüglich wird es aus Idria zugeführt.

Ein weißes, flüssiges, flüchtiges Metall von 13,5 spec. Gew.

Gemeiniglich kommt es im Handel mit Blei und andern Metallen

verunreinigt vor.

Dieses Metall, welches seit den ältesten Zeiten bekannt ist, kommt häusiggediegen, noch häufiger als Schwefelquecksilber > sehr selten als Chlorquecksil-ber vor. Sowohl gediegen als vererzt findet es sich in großer Menge inIstrien, Ungarn, Siebenbürgen; auch haben Rußland, Spanien und Peruansehnliche Bergwerke. Das meiste jetzt im Handel vorkommende Quecksilbersoll aus Ostindien gebracht werden. An manchen Orten findet es sich zwi-schen den Quecksilbererzen eingeschlossen, oder es fließt durch die Felsenritzen,und bleibt in den Höhlungen stehen, aus denen man es ausschöpft.

Die Darstellung des Quecksilbers aus dem Zinnober durch Eisen habenschon die griechischen und römischen Naturforscher Aristoteles, Diosko-ribes, Plinius u. s. w. beschrieben. Philippus Komikus bezeugt,daß Düdalus zur Belebung einer hölzernen Statue Quecksilber gebrauchthabe, und es ist wohl wahrscheinlich, daß er die Kenntniß dieses Metalls denPriestern von Memphis (die Griechen holten nämlich ihre Kenntnisse ausAegypten) zu verdanken gehabt habe. Dasselbe wird von Aristoteles er-wähnt, der auch noch bei einer andern Gelegenheit das Quecksilber anfüh.t.Theophrastus Eresius beschreibt eine Methode, das Quecksilber ausdem Zinnober durch Reiben mit Essig in einem kupfernen Mörser zu scheiden.

Jetzt befolgt man folgendes Verfahren. Die Quecksilbererze werden baldin Retorten oder Zöpfen, bald in besondern Oefen, in dcnen sie unmittelbarvom Flammenfeuer berührt werden, destillirt. Der Schwefel wird dem Queck-silber entweder durch beigefügten ungelöschten Kalk oder Hammerschlag, oder