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1 (1828) Einfache Mittel
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dauert nur ungefähr 8 Stunden; man muß daher schnell zur Hülfe kommen.Behandlung. Das sicherste Mittel ist, den Schwanz des Thieres mit einerNadel zu durchstechen, worauf ein gelber Saft ausstießt; hierauf bringt mandie operirten Blutegel in lauwarmes Wasser, welches ^ braungekochtenZucker enthält.

Dr. Pallas (Froriep's Notizen, October 1826. S. 231.) hat bei ei-nem sehr großen Mangel an Blutegeln Versuche gemacht, die schon gebrauch-ten vom Blute zu befreien, und zu neuer Benutzung aufzubewahren. Erließ im Freien eine Grube graben, deren Wandungen sich unten enger zu-sammenzogen. In der Mitte der Grube ließ er ein zweites Loch graben,welches mit einer durchlöcherten und verzinnten Blechtafel verschlossen wurde,damit die Blutegel leinen Durchgang finden konnten. Um den Abfluß desWaffers durch die kleinen Löcher der Blechtafel zu erleichtern, ließ er demBoden der Grube eine geringe Neigung geben, hierauf denselben nebst denWandungen der Grube mit Backsteinen auslegen, danrlt sich die Blutegelnicht in die Erde eingraben konnten. Dann wurden Rasenschichten nebeneinander gelegt, und der Raum mit abwechselnden Schichten von thonigerErde und von gewöhnlicher leichter Erde ausgefüllt. Der leere Raum wurdenun mit Regcnwasser ausgefüllt, und die Blutegel hineingesetzt. Diese ver-ließen bald das Wasser, um sich zwischen die Rasenschichten zu begeben, undspäter drangen sie in die aufgefüllte Erde. Sie blieben 14 Tage lang indieser Grube, und man trug Sorge, die eingefüllte Erde alle zwei Tage zubegießen. Auf diese Weise behielt sie ihre Feuchtigkeit, und das Wasser führtedas Blut weg, welches die Blutegel von sich gegeben hatten. Auch die Erde,welche die Blutegel umgab, war häufig von Blut gefärbt. Sie konntennach 14 Tagen von neuem gebraucht werden.

In derselben Zeitschrift S. 240. schlägt der Apotheker Petit-Ferdi-nand zu Amiens Folgendes vor. Wenn der Blutegel von der Haut ab-fällt, so macht der Chirurg an der Rückenseite gegen das Hintere Ende hinmit einer Lancette einen Einstich von 1N Linien Länge. Das in demDarmcanale enthaltene Blut wird dann mit Gewalt hervorspritzen, und umdas fernere Heraustreten desselben zu begünstigen, bringt man den Blutegelin Wasser von einer Temperatur von 20 25 ° C. Nachdem er daselbst^ Stunde gewesen ist, bringt man ihn in ein großes Gefäß, dessen Wasserman wenigstens alle 2 Tage erneuern muß. Die kleine Operation erfodertwenig Zeit, ist für die Blutegel gar nicht nachtheilig, die kOme Wunde heiltsehr schnell, und in wenig Tagen ist der Blutegel wieder im Stande, Dienstezu leisten. Daß übrigens von der Anwendung schon gebrauchter Blutegelkein Nachthcil zu besorgen sey, hat v>. Pallas durch an sich selbst ange-stellte Versuche bewiesen, indem er Blutegel, die an venerischen Geschwürenangesetzt gewesen waren, an seinem Arme Blut saugen ließ, ohne den minde-sten Nachthell zu erfahren.