Heleniuin
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schießendes Harz lieferte, das sich durch seinen kratzenden und reizendenGeschmack besonders chorakterisirte. Wurde die trockne Wurzel mit absolu-tem Alkohol ausgezogen, so konnten keine Krystalle erhalten werden, die sichaber sogleich zeigten, wenn das durch den absolute» Alkohol ausgezogeneweiche Harz in etwas wäßrigem Weingeiste aufgelöst wurde, welcher demHarze das erfoderliche Krystallisationswasser abgeben konnte.
Um das Inulin darzustellen, zerstampfte Funke die im August einge-sammelte Alantwurzel, wo die Menge des Satzmehls in der Wurzel ver-mehrt ist, mit Wasser zum Brei, und drückte es durch nasses wollenes Zeuch.Der Rückstand wurde noch mit Wasser ausgekocht. Aus der trüben undweißröthlichen Flüssigkeit setzte sich jedoch kein Satzmehl ab; bis zum Kochenerhitzt gerann etwas Eiweißstoff; zum völligen Abklären wurde sie mit Eiweißaufgekocht. Jetzt war die Flüssigkeit nach dem Filtriren wasserhell, und wurdezur Syrupsconsistenz verdunstet. Mit kaltem Wasser aufgeweicht löste sichnur etwa der sechste Theil auf, und es blieb ein schneeweißes in kaltem Was-ser unauflösliches Mehl zurück, das zwar in vielen Stücken dem Stärkemehlesich ähnlich zeigte, aber sich darin unterschied, daß die mit heißem Wassergemachte Auflösung beim Eindicken keinen Kleister bildete, sondern bei derSyrupsdicke wieder zu einer weißen pulverigen, salzähnlichen Masse erstarrte,die mit kaltem Wasser Übergossen wieder ein mehlartiges Pulver darstellte.
Der wäßrige und geistige Auszug enthalten etwas freie Essig(?)sauie.
25 Th. wohlgetrocknete Alantwurzel enthalten demzufolge: krystallinischesHarz und ätherisches Oel 2; SeifensUff 0,7; gummigen Grtractivstoff 1,5;Inulin 10,8; Pflanzenfaser 10; etwas weniges freie Essigsäure und Ei-weißstoff.
John (Ehem. Schriften IV. S. 61.) destillirte und kochte den Rück-stand aus. Das Extract wurde durch Alkohol und kaltes Wasser in Ertractiv-stoff, Gummi und Alantstärke zerlegt. Die ausgekochte Wurzel gab noch mitAlkohol behandelt beim Erkalten ein wachsartiges Harz. Was im Alkoholaufgelöst geblieben war, war ein klebriges Harz von bitterm ekelhaftem, sehrscharfem, fast ätzendem Geschmacke, das auch in Aether auflöslich war. Kali-lauge zog aus dem Rückstande noch Extractivstoff aus. Pfaff bestätigt nochdie von Ioh n an sich selbst gemachte Erfahrung, daß die beim Kochen ent-weichenden flüchtigen Theile der Alantwurzel narkotisch wirken. John fand:ätherisches Oel eine Spur; Alantcampher 0,3 bis 0,4; Wachs 0,6; scharfesWeichharz I,?; bitterlichen Extractivstoff 35,7; Holzfaser 5,5; orydirtenErtractivstoff mit geronnenem Eiweißstoffe 13,9; überdies Kali», Kalk- undBittererdesalze.
Schultz (Verl, Jahrb. 1818. S. 251.) giebt folgendes Verhältnis derBestcmdtheile in 500 Th. an: Inulin 66; Seifenstoff (bittern Ertractivstoff)56; Gummi 164; Harz 11; Alantcampher 1^; durch Kali ausgezogenenErtractivstoff 52; Faserstoff 125; flüchtige Theile 24^.
Die Dahline, welche Payen als «inen eigenthümlichm Bestandtheilder Knollen der Dahlien und Georginen angegeben hat, Trommsdorff's
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