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Ileleiüum
sehr groß, ciformig-lancettförmig, oben grün und rauh, unten weißlichfilzig,stehen in einem Kreise und endigen sich in den Blattstiel. Die Stengel-blätter sind weniger groß, eiförmig zugespitzt, die untern gestielt, die obernaufsitzend, den Stengel selbst umfassend. Die großen goldgelben Nlüthensind Slrahlenblumen, und stehen einzeln an der Spitze der Zweige und amEnde des Stengels. Der gemeinschaftliche Kelch ist einfack, einblättrig, undbesteht aus eiförmigen, etwas filzigen Schuppen. Die zusammengesetzte Blu-menkrone ist gestrahlt. Die Blüthen in der Scheibe sind Zwitterblumen, undim Strahle sind viele zungenförmige, weibliche Blumen zusammengedrängt.
Diese Pflanze, welche auch zur Zierde in Gärten gezogen wird, blühtim Juli und August.
Die Wurzel wird von wild wachsenden Pflanzen gesammelt. Sie istgroß, lang, ästig, wenig faserig, fleischig, schleimig, frisch auswendig vonfahlgelber, getrocknet von graubräunlicher Farbe und inwendig weißlich. DerGeruch der frischen Wurzel ist stark, durchdringend und campherartig, derder getrockneten veilchenartig. Der Geschmack ist anfangs etwas ekelhaft, dannscharf bitterlich, einigermaßen gewürzhaft, schleimig, und wird bei der ge-trockneten milder. Zum bessern Austrocknen wird sie in längliche Stücke zer-schnitten.
Ein merkwürdiger Bestandtheil der Alantwurzel ist das ätherische Del,welches in der Kälte krystallisirt, wenig flüchtig, specifisch schwerer als Was-ser, in Wasser fast gar nicht, aber wohl in Weingeist löslich ist, und dannnach Einigen das Lackmuspapier röthct, nach Andern nicht röthet. Eshat keinen sehr auffallenden Geruch, und den reizenden eigenthümlichen Ge-schmack der Alantwurzel; von Gmelin wird es Alantcampher genannt.Ein anderer merkwürdiger von Rose entdeckter Bestandtheil ist das Inulin,ein besonders geartetes Satzmehl, das sich aus dem heißen concentrirten wäß-rigen Decocte beim Erkalten von selbst absondert.
Funke (Trommsd. I. XVM. 1. S. 74.) erhielt durch Destillation derAlantwurzel mit Wasser ein milchiges Destillat, auf dessen Oberfläche einigeOcltropfen schwammen; eine große Menge eines gelblichen Oels hatte sichauf dem Boden gesammelt, und gerann in der Kälte zu einer milchweißentrystallinischen Masse, wobei sich das Wasser ganz aufhellte. Der Rückstandvon der Destillation wurde vollends ausgekocht. Beim Abrauchen des Decoctszeigten sich keine Häutchen. Das Extract war rdthlichbraun, angenehm süß-lich, und besaß nichts von dem brennenden Geschmack« der rohen Wurzel.Aus der Luft zog es Feuchtigkeit an, und löste sich leicht mit Absetzung einesgrauen Salzes, des Inulins, in Wasser. Dieses Extract wurde mit Wein-geist digerirt, welcher nach dem Abziehen einen braunen süßen Extractivstoffzurückließ. Das vom Weingeiste nicht Aufgelöste war ein gummiger Extractiv-stoff, den Funte Alantin nennt.
Der ausgekochte Wurzelrückstand gab mit Alkohol behandelt eine schöngelb gefärbte, scharf und beißend schmeckende, das Lackmuspapier röthendeTinctur, welche nach dem Abrauchen ein in prismatischen Krystallen an-