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find gegenständig, eiförmig oder oval, spitz, ganzrandig, glatt, mit 5 — 7starken Nerven versehen und gefaltet; die untern verschmälern sich in einenkurzen Blattstiel, die übrigen sind sitzend und stengelumfassend; die größern«rreichen eine Lange von einem Fuß, bei einer Breite von 5 — 6 Zoll. Inder Nähe der Blüthen sind sie verhültnißmißig viel kleiner, concav und gelb-lichgrün. Die Blüthen stehen in zahlreicher Anzahl qm'rlförmig beisammen,so daß diese Blüthenquirle sich gegen die Spitze hin immer mehr nahern,und in ein Köpfchen endigen. Jede Blüthe ist gestielt. Der Kelch bestehtaus einer zarten, häutigen blaßgelblichen Scheide, die in zwei ungleiche Lap-pen gespalten ist. Die Blumenkrone ist bis auf die Basis in fünf, selten insechs, lünglich-Iancettförmige, spitze, schön gelbe, nicht punktirte, IN —12Linien lange Abschnitte getheilt, welche öei voller Blüthe rabförmig ausge-breitet sind. Die Frucht ist eine längliche, walzenförmige, einfächrige Kapselmit zahlreichen, rundlichen, röthlichen Saamen.
Die Wurzel dieser Pflanz« zeichnet sich durch eine ausnehmende Bitter-keit aus, und ist daher seit alten Zeiten als eins der trefflichsten bittern Mit-tel berühmt. Wir erhalten diese Kaäix 6enti»n2e lutea« ». 5ul>r»e ent-weder bei jünger« Wurzeln ganz, oder die älter» auf verschiedene Weise ge-spalten. Sie zeichnen sich auch im getrockneten Zustande durch einen «igen-thümlichen Geruch, durch die ringförmigen Wurzeln, bei den Seitenzweigender Wurzel durch runzlige Längsfurchen auf der Oberfläche, und di«schmutzig röthlichgelbe Farbe im Innern aus.
Der größte Nyeil der im Handel vorkommenden rothcn Enzianwurzelwird von dieser Art gesammelt, indessen sind die Wurzeln anderer verwand-ten Arten nicht wesentlich verschieden, dahin gehören: Lentmn» punetat»Iroel»!., der punktirte Enzian, der auf den östreichischen und schweizer Al-pen, so wie am Riefengebirge, in Mähren und auf den Pyrenäen wächst, des-sen Blüthen schön gelb, mit zahlreichen, schwarzviolctten Punkten bezeichnetsind, und dessen Wurzel der vorigen ähnlich, nur minder stark, übrigenseben so bitter ist. Der ungarische Enzian, 6enti»na p-»niiunie°» I»c<z.,wächst vorzugsweise auf den bairischen und östreichischen Alpen. Der untereTheil der Blume ist gelblich, der obere schön purpurroth und mit zahlreichendunkleren Punkten bezeichnet. Von dieser Pflanze wird vorzugsweise im Salz-burgischen die Wurzel gegraben, die in Hinsicht der Bitterkeit mit den vo-rigen übereinkommt, sich aber von den Wurzeln der 6. lutea durch einedunklere mehr braune Farbe, innen getrocknet gelb, frisch weißlich, durch stär-kere Längsfurchen und den Mangel der zahlreichen Querwurzeln unterschei-det, die man dort in der Nähe des Stengels (am Kopf der Wurzel) be-merkt. Der purpurrothe Enzian (Lentian» Purpuren l><iel,l.) ist aufden Schwelzeralpen und auf den Pyrenäen einheimisch. Die Blüthen sindähnlich wie bei «. pannonioa, nur am ober« Theile dunkler purpurroth,auch die Wurzeln beider Pflanzen stimmen ganz überein, nur ist die letztereetwas schwächer, im Geschmacke zeigt sie nach Nees v. Esenbeck eine ganzbesonders intensive Bitterkeit.