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1 (1828) Einfache Mittel
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seyn. Zum äußerlichen Gebrauche wendet man sie im Aufgüsse, in der Ab-kochung und auch in Puluergestalt, mit Schweinefett zur Salbe gemacht, an.Die Galläpfeltinctur, aus 1 Th. Galläpfel und 6 Th. Alkohol, durch kalte,mehrtägige Maceration bereitet, ist ein unentbehrliches chemisches Reagens.

Die Anwendung der Gallapfel zum technischen Gebrauche, nämlich zumSchwarzfärben und zur Tinte, ist bekannt. Zu der letzteren hat Hagen 9Th. Galläpfel, 3 Th. reinen Eisenvitriol und einen Theil arabisches Gummials das beste Verhältnis; gefunden. Nach einer andern Vorschrift werden12 Unzen gestoßener Galläpfel und 4 Unzen Eisenvitriol mit 3 Maß (iv 48Unzen) Nasser und einem Maße Weinessig kochend heiß infundirt, nach eini-gen Tagen 3 Unzen in 10 Unzen Wasser aufgelöstes Senegalgummi zugesetzt,und diese Mischung 56 Tage bei gelinder Warme hingestellt, worauf sievon dem Bodensatze abgegossen und aufbewahrt wird. Nach Lewis Vor-schrift werden 1 Th. Blauholz und 3 Ty. gepulverte Galläpfel mit 16 18Th. Essig und eben so viel Wasser gekocht, und nach dem Durchseihen mit1 Th. Eisenvitriol, und 1 14 Th. arabischem Gummi vermischt.

tientiana i-udlI. Die Wurzel. Rothe Enzianwurzel.6ent!ana lutea I^inn. Eine ausdauernde Pflanze der schwei-zer Alpen.

Die Wurzel, von der Dicke eines Daumens, oder auch etwasdicker, wenig astig, im Stamme geringelt mit hin und wieder ei-nigen Wurzelzasern, in den Zweigen runzlig gestreift, außen braun-rot!), innen vornehmlich angefeuchtet gelblichröthlich, mit nicht sehrdicker Rinde, dickem schwammigen Holze, von stark bitterm Ge-schmacke. Es kommen auch Wurzeln vor von ahnlicher Form, vonder Dicke eines Fingers, von blasserer Faibe, die von andern ver-wandten Arten Gentiana genommen und nicht zu verwerfen sind,man sehe aber mit der größten Sorgfalt darauf, daß nicht die Wur-zeln von Veratium »ldum (weiße Nieswurzel) untergemischt sind.

6enti»n2 Iut«5 I^inn. Der gelbe oder edle Enzian.I^inn. c>. V. penwiKlr., , Urä. 2. DlA NM.1u8». Ol. VIII. Ur6. 13. 6enti»ne2<:.

Diese edle Zierde der Alpen wächst auf den höheren Gebirgen des Mitt-lern Europas, auf den östreichischen und schweizer Alpen; besonders häufigauf dem Iura. Sie liebt eine Höhe von 3 4000 Fuß, und steigt seltenüber 5400 Fuß in der Höhe.

Die Wurzel ist nach Verschiedenheit des Alters mehr oder minder starkund ästig, fleischig, außen gelblichbraun, und mit ringförmigen Erhabenhei-ten verschen, inwendig gelb. Der Stengel ist krautartig, gerade, aufrecht,dick und hohl, vollkommen glatt, 3 4 Fuß und darüber hoch. Die Blätter