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I'inctur» l^allaruin
gestellt. Die Dritte Flüssigkeit werde in einem gut verschlosse-nen Gefäße ausbewahrt.
Der vorzüglichste Gebrauch der Galläpfeltinctur ist zur Entdeckung ei-niger Metalle auch in ihren geringsten Spuren, besonders des Eisensund Titans. Sie ist das empfindlichste Rcageüs für das erster« und über-trifft darin auch das Cyaneisenkalium. Die Auflösungen der Eisenoxydul'salze, wenigstens einiger derselben, werden nach dem Grade ihrer Verdün-nung entweder blaß purpurroth gefärbt, oder es erfolgt ein dunkel purpur-farbiger, dem Violetten sich nähernder Niederschlag. Ein Gran kohlensau-res Eisenoxydul in 400,000 Th. mit Kohlensäure gesättigten Wassers auf-gelöst, zeigt auf den Zusatz von Galläpfeltinctur noch eine schwache Pur-purfarbe; ein Mineralwasser, welches ganz frisch geschöpft durch Galläpfel-tinctur keine Purpurfarbe mehr annimmt, kann demnach auf ein Pfund,^- 7680 Gran, nicht einmal ^ eines Grans an kohlensaurem Eisenoxy-dul enthalten. Eine sehr verdünnte Auflösung des ganz frisch bereiteten schwe-felsauren Eisenoxyduls wird in den ersten Minuten nicht verändert, allmä-lig «ber färbt sich die Flüssigkeit violettblau. Die Auflösung, die nur^^^ schwefelsaures Eisenoxydul enthielt, wurde noch blaß violettblau.Eine Auflösung des weinsteinsauren Eisenoxyduls erhielt von der Gallus-tinctur eine Purpurfarbe. Eine 20U,UU0fache Verdünnung der Auflösungdes sublimirten salzsauren Eisenoxyduls Mr die Grenze, bei welcher eineeben noch bemerkbare höchst blaffe blaugraue Farbe zum Vorschein kam,doch setzt sich auch nach einigen Tagen nichts daraus ab. Bei 50,000facherVerdünnung zeigte sich nach 24 Stunden noch ein bemerklicher freier, fastschwarzer Niederschlag. Die Galläpfeltinctur zeigt das Eisen in Fallenan, wo das Cyaneisenkalium ohne Reaction darauf ist, z. B. in der Auf-lösung des neutralen weinsteiusauren Eisens, wo die Reaction des Cyanei-senkaliums nur eintritt, wenn freie Säure, sey es auch freie Weinstein-säure, vorhanden ist, wogegen im Allgemeinen freie Säure der Reaction derGalläpfeltinctur auf die Metalloxyde hinderlich ist. Die Eisenoxydausiösun-gen werden blau, bei größerer Eoncentration schwarzblau gefärbt, und esentsteht im letztern Falle ein reichlicher dunkelblauer, fast schwarzer Nieder-schlag. Ein Ueberschuß der Auflösung der Eisenoxydsalze verhindert die Ent-stehung des Niederschlages, und macht die Farbe aus dem Blauen in dasVlaugrüne und Oliuengrüne übergehen.
Nächst dem Eisen wird das Titan noch bei sehr großer Verdünnungseiner Auflösung angezeigt, und mit der Farbe des Goldschwefels niederge-schlagen ; ist die Auflösung eisenhaltig, so fällt der Niederschlag dunkler vonFarbe und fast blutroth aus.
In der Goldauflösung entsteht im ersten Augenblicke der Zumi-schung eine bräunliche Farbe, die bald an Intensität zunimmt, schnell inein schönes Purpurroth übergeht, das zusehends dunkler, beinahe schwarzwird. Es setzt sich nach und nach ein dunkel rothbraunes, fast schwarzes