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I^iyuor liali oxalici
Prüfung, daß die Auflösung schwach alkalisch reagirte. Gs wurde alsoetwas Salpetersäure in geringem Ueberschufse zugesetzt, und jetzt erzeugtedas Reagens die bestimmte blaue Färbung. Wenn also in Rohloff's An-leitung zur Prüfung der Arzneikörper angegeben ist, daß der durch Gall-öpfcltinctur in dem weinsteinsauren Kali erzeugte violettröthliche Niederschlagvom weinsteinsauren Kalke herrühre, so ist dieses uurichtig, denn in demFalle, wenn nicht zugleich Eisen vorhanden ist, ist der Niederschlag schmutzigweiß. Auch in andern Fällen fand Pfaff, daß, wenn keine freie Saurein der eisenhaltenden Auflösung vorhanden ist, die blaue Färbung ausbleibt,wahrend Gallapfeltinctur dann dasselbe sicher anzeigt, und um so eher,wenn freies Alkali da ist. Die freie Saure scheint nothwendig zu seyn, da-mit das Cyaneisenkalium, dessen Bestandtheile fest an einander hängen, erstdurch dieselbe zersetzt, und die ietzt getrennten Bestandtheile in den Standgesetzt werden, neue Verbindungen eingehen zu können.
Aus der Menge des gebildeten Verlinerblaus laßt sich die Menge de«Eisens bestimmen, und in denjenigen Fallen also, wo keine andern Metall«oxyde oder Erden mit im Spiele sind, die zugleich mit Niedergeschlagen wer-den, z, B. bei Bestimmung des Eisengehalts von Mineralwassern, kann eszu diesem Zwecke gebraucht werden, nur ist es schwierig, das Berlmerblaugehörig auszutrocknen. Nach Seite 355 enthalten 100 Th. Berlinerblau,welches bei 135 ^ E. im luftleeren Räume ausgetrocknet worden, 40,24 Th.metallisches Eisen, von denen aber nach Seite 364 ^ durch das Reagensselbst in den Niederschlag gebracht worden, mithin nur ^, d. h. 26,83 Th.in 100 Th. Berlinerblau für die untersuchte Flüssigkeit zu rechnen sind.
Kupfer. Das Kupferoxyd, wie es gewöhnlich in den Auflösungenvorkommt, wird von dem Cyaneisenkalium rothbraun in reichlichen Flockengefällt,/elbst bei I0,000facher Verdünnung des schwefelsauren Kupferoryds;bei 50,000facher Verdünnung noch eben bemerklich röthlich gefärbt, undnach 24 Stunden noch einen Niederschlag absetzend. Kupferoxydulsalze, dieaber nicht leicht vorkommen, werden weiß -gefällt, schnell ins Rosenrotheübergehend.
Silber wird schmutzig weiß, Blei, Quecksilber, Zink, Zinn, Kadmiumwerden weiß, Wismuth gelblich weiß, Mangan weiß mit einem geringenStich ins Röthliche u. s. w. niedergeschlagen.
I^uar Ii»Ii oxaliei^ Oxalsaures Kali.
Sauerkleesalz werde in destillirtem Wasser aufgelöst, durchzugesetztes reinstes kohlensaures Kali neutralisirt, und die Flüs-sigkeit in Krystalle gebracht; diese werden in einer hinreichendenMenge destillirten Wassers aufgelöst und aufbewahrt.
In diesem Salze, wie in dem oxalsauren Ammoniak, ist es die Oxal-säure , welche auch für sich allein das empfindlichste Reagens auf Talkerdeist, jedoch den oxalsauren Salzen deswegen nachsteht, weil die Säure,