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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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l^uni- Kali caibmüci « l'artaro 823

welche von den Kalksalzen abgetrennt wird, nicht eine neue Verbindung ein»geht, und auf die gebildeten oxalsauren Salze auflösend wirken kann. Dasoxalsaure Kali dient, selbst die kleinste Menge Kalkerde anzuzeigen unddiese von der Talkerde zu trennen. Das Maximum der Verdünnung derAuflösung des sülzsauren Kalkes ist die 100,000fache, doch dauert es einigeStunden, ehe der Niedeifchlag erfolgt. Bei der 40,U00facheu Verdünnung>ritt schon nach einigen Minuten die Trübung ein. Der Niederschlag istfein pulverig. Auch b<i lON,00afacher Verdünnung der Gypsaustösung ent-steht noch nach einiger Zeit eine merkliche Trübung. Der entstandene Nie-derschlag lost sich in Säuren nur unvollkommen auf. Da das oxalsaureKali in einer concentrirten Auflösung der schwefelsauren, salpetersauren undsalzsauren Talkerde keinen Niederschlag hervorbringt, so verdient es denVorzug vor allen andern Reagentien, um den Kalk von 5er Tülkerde zutrennen, doch wird die Empfindlichkeit dieses Reagens für Kalk etwas ge-schwächt, wenn sich zugleich Talkerde in der Auflösung befindet. Auch fürdas Bleioxyd ist das oxalsaure Kali ein eben so empfindliches Reagens, dennes wird noch bei einer 1UU,c)00fachen Verdünnung der Auflösung des salpe-tersauren Bleioxydes durch eine merkliche weiße Trübung angezeigt, die schonnach einer Viertelstunde eintritt. Es übertrifft also in dieser Hinsicht dieschwefelsauren Salze, und kann unter gewissen Umstanden zur Abtrennungdes Bleies benutzt werden. Ferner werden Silberoxyd und Quecksilberoxydweiß, Koüaltoxyd hell rosenrot!), Kupferoxyd blau, Baryt und Strontianweiß durch das oxalsaure Kali niedergeschlagen.

Das oxalsaure Ammoniak wirkt ahnlich, seine Neaction wird aber da-durch unsicher, daß es sehr geneigt ist Doppelsülze zu bilden.

Liquor liali earliunici « I'aitinn. Kohlensaure Kaliauf-

lüsung aus dem Weinsteine.

Das kohlensaure Kali dient vorzüglich zur Niederschlagung gewisserBasen aus ihren Auflösungen, die mit der Kohlensaure unauflösliche oderschwer auflösliche Verbindungen geben, namentlich des Kalls, Strontians,und Mangans, auch wohl der Talkerde. Ferner werden alle Metalloxydeaus ihren Auflösungen in Säuren durch das kohlensaure Kali mit eigen-thümlichen Farben niedergeschlagen, und können daran erkannt werden. Ei-nige löse» sich auch in einem Ueberschusse desselben vollkommen wieder auf,und sind dadurch vor andern kennbar. Doch giebt es kein Metalloxyd, dasnicht zu einem kleinen Antheil in überschüssigem kohlensauren Kali auflöslichwäre, weswegen diese Trennungswcise selten anwendbar ist. Nicht wenigerausgedehnt ist der Gebrauch des kohlensauren Kalis zur Zersetzung aller inWaffer unauflöslichen oder sehr schwer ausiöslichen Verbindungen der Basenmit Säure», welche letztere dagegen mit dem Kali leicht auslosliche Verbinddüngen geben, während die Basen mit der Kohlensäure des Kalis sich ver-binden, und ««aufgelöst bleiben. Dahin gehören namenllich alle solche zu den