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I^iMoi Kali s«l-ll,Aino«o-j,^tli<ic5«iun'. Eisenblausaure
Kaliaustösung.
Das Eyancistnkalium zeigt durch ganz eigmthümlich und von verschie-denen Metalloxyden ganz verschieden gefärbte Niederschläge das Dastyn der-selben zum Theil in ihren leisesten Spuren an, und diese Niederschläge sindsämmtlich Doppelsalze, in denen das niedergeschlagene Metall die Stelledes Kaliums einnimmt, das durch den Sauerstoff des als reducirtes Metallniedergeschlagenen Metalloxydes zu Kali oxydirt, sich mit der Säure, durchwelche das Metalloxyd in der Auflösung erhalten wurde, verbindet und einKalisalz bildet; das Eyaneisen fällt stets als solches mit zu Boden. (Vergl.l. Th. S. 526 und 2. Th. S. 364.) Ucberschuß an Säure verhindert dieseNiederschläge nicht, sondern scheint vielmehr ihre Abscheidung zu begünsti-gen. Sie fallen aber für ein und dasselbe Metall nach Verschiedenheit derOxydalionsstufen zum Theil sehr verschieden aus. Auch modificiren sich dieFarben oft unerwartet, wenn mehrere Metalloxyde zugleich niedergeschlagenwerden.
Eisenoxydulsalze werden weiß, Eisenoxydfalze dunkel ber-linerblau niedergeschlagen. Der im ersten Augenblicke weiße Niederschlagaus der Auflösung eines Oxydulsalzes verändert sich sehr schnell durch dieEinwirkung des Sauerstoffs der atmosphärischen Luft ins Hellblaue. Beieiner 1,U00,N0Nfachen Verdünnung des salzsauren Eisenoxyduls wird dasEisen durch eine nach einiger Zeit entstehende schwach blaue Färbung nochangezeigt. Unter gewissen Umständen entzieht sich jedoch das Eisen derReaction des Cyaneisenkaliums. So wird es z. V. nach Buchner (Repert.VI. S. 239.) nicht in der dasselbe enthaltenden Mutterlauge des Brechwein-steins, und überhaupt nicht in seiner Verbindung mit Weinsäure angezeigt.Eben so zeigte das Cyaneisenkalium das Eisen in einer damit verunreinig-ten Phosphorsüure nicht an, nachdem Pfaff dieselbe mit Ammoniak neu-tralisirt hatte, worin doch Gallüpfeltinctur einen reichlichen lilafarbigenNiederschlag hervorbrachte. Bei absichtlicher Verbindung von phosphorsau-rem Ammoniak mit schwefelsaurem Eisenoxydul fand Pfaff gleichfalls dieNeaction ausbleibend. Wenn das Cyaneisenkalium zu einer Auflösung hin-zugethan wird, die keine Spur von Eisen oder von freier Säure enthälr,so bildet sich unter Mitwirkung der atmosphärischen Luft nach einiger Zeiteine erst grünliche, dann ins Blaue übergehende Färbung, und es setzt sich,durch Zersetzung des Reagens selbst, Berlinerblau ab. Aus einer alkalischeneisenhaltigen Auflösung wird das Eisen durch dieses Reagens nicht gefällt,und es verdient bemerkt zu werden, daß die Reaction des Cyaneisenkaliumsauf Eisen, sowie ohne Zweifel auch auf die übrigen Metalloxyde, wesent-lich an das Vorherrschen von Säure gebunden ist. In einer Auflösungdes weinsauren Kalis sah Pfaff durch Galläpfeltinctur einen sehr reichli-chen lockern violettröthlichen Niederschlag entstehen, Cyaneisenkalium gababer nicht die geringste Anzeige von Eisen, und es fand sich bei näherer