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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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820
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820 I^iyuor Il^slrarßVii nitrici ox^llulati

stehende Berlinerblau auch die leiseste Spur von Blausäure an; doch kommtdie schöne blaue Farbe erst zum Vorschein, wenn man zu dem grünen Nie-derschlage Salzsäure gießt, welche das mitgefällte gelbe Eisenoxyd auflöst,das mit dem Berlinerblau die grüne Farbe des Niederschlags erzeugte. Beieiner 100,000fachen Verdünnung der gewöhnlichen Blausäure erhalt mannoch eine merklich blaue Färbung.

Das schwefelsaure Eisenoxydul dient auch zur Erkennung und Fällungdes Goldes aus seinen Auflösungen; zugleich gicbt es das beste Mittel andie Hand, sich chemisch reines Gold zu verschaffen. Bei 50facher Verdün-nung einer Goldauflösung erhält dieselbe im durchgehenden Lichte eine starkblaue Farbe, im reflectirten Lichte erscheint aber das niedergeschlagene fein-zcrtheilte Gold in seiner Goldfarbe. Bei IdUfacher Verdünnung ist nur dieblaue Farbe im durchgehenden Lichte merklich, und die Grenze der blauennoch merklichen Färbung ist die 1000fache Verdünnung.

* I^i^uar II)l^Ai'ß^ii nitii« nx^dulati. Salpeter-saure Quecksilberoxydulauflösung.

Es ist eins der vorzüglichsten Reagenticn auf Amino«liak, indem dievon einer Substanz entwickelten Dämpfe, wenn sie auch nur eine Spur vonAmmoniak enthalten, in eine salpetersaure Quecksilberorydulaustösuiig gelei-tet, einen schwarzen oder grauen Niederschlag darin erzeugen. Dieses Rea-gens ist besonders von Saussure empfohlen worden, um die Menge deskohlensauren Ammoniaks und damit die Menge des Stickstoffs in animali-schen und vegetabilischen Substanzen, aus welchen sich dieses Ammoniak ge-bildet, zu bestimmen. ^'^ Stickstoff kann auf diese Weise noch entdecktwerden. Das salpetersau« Quecksilberoxydul ist ferner nach Pfaff einhöchst empfindliches Reagens auf Chlorwasserstoffsäure, und macht bei einer100,00Nfachen Verdünnung einer Auflösung des Kochsalzes eine viel auffal-lendere Trübung (Kalomel), als das salpetersaure Silberoxyd. Bei nochgrößerer Verdünnung schien jedoch wieder das letztere Reagens den Vorrangzu gewinnen, indem bei einer 1,0U0,0<)0fachen Verdünnung das salpeter-saure Quecksilberoxydul gär keine Veränderung, das salpetersaure Silberoxyddagegen ein eben noch bemerklichcs Opalisiren bewirkte. Weniger brauchbarist das salpetersaure Quecksilberoxydul zur Entdeckung der schwefelsaurenSalze, denn schon bei 1000facher Verdünnung der Auflösung derselben ent-steht keine Trübung mehr. Ist aber die Auflösung concentrirter, so erfolgtein weißer Niederschlag, der mit heißem Wasser übergössen gelb wird. Esist endlich das empfindlichste Reagens für Gold und übertrifft darin nachPfaff noch das Sinuchlorür. Es bringt in der Goldauflösung einen reich-lichen dunkelbraunen, fast schwarzrothen Niederschlag hervor; in einer mehrverdünnten Auflösung setzt sich der Niederschlag langsamer ab, aber selbstbei einer 6o,«nafach verdünnten Auflösung ist die rothbraune, ins Purpursich etwas ziehende Färbung »och merklich genug.