I^iyuor l'erri mur. ox^<1.
«ul^liurici 8i9
Für sich allein bringt es keine Veränderung hervor, augenblicklich entstehtaber eine nach dem Grade der Concentration mehr oder weniger starke grüne,etwas ins Gelbe fallende Trübung und ein grüner Niederschlag, wenn Am-moniak hinzukommt. Da aber überschüssiges Ammoniak den Niederschlagwieder auflöst, so bedient man sich lieber
des schwefelsauren Kupferoxydammoniaks als Reagens aufweißen Arsenik, mit dem es einen apfelgrünen Niederschlag (Scheele'schesGrün) giebt, der selbst noch bei 100,c?U0facher Verdünnung zum Vorscheinkommt. Salmiak hebt die Wirkung auf. (Vergl. Th. I. S. 105.) '
I^i<znor k'erri muriatici nx^liati. Salzsaure Eiscnoryd-
austösung. (Eisenchloridaustösung.)I^yuor k'erri muriatici ox^^ulsti. Salzsaure Eisenoxy-
dulausiösung. (Eisenchlorüraustösung.)I^i^uoi- k'ei« «ul^liurici. Schwefelsaure Eisenaustösung.
Die Auflösung des Eisenoxyds, sowohl die schwefelsaure,als die salpeter- und salzsaure, ist das empfindlichste Reagens fürdie Gallussäure, welche durch eine dunkelblaue Farbe, und durch einenfeinen dunkelblauen, fast schwarzen Niederschlag angezeigt wird. 1 Ty. kry-stallisirter Gallussäure in 2U0,000 Th. Wasser aufgelöst wird noch durch-«ine blaßblaue Farbennuance angezeigt. Ein Uebergewicht des Eisenoxydshat eine mehr grüne und selbst olivengrüne Färbung zur Folge. Auf gleicheWeise wird der eisengrünende Gerbestoffin der Tormentill-, Nelken-wurzel :c. durch eine blaugrüne etwas violette Farbe, in den Chinarinden,der Ratanhia, Rhabarber, dem ^atechu, Kino :c. durch eine grüne, schnellins Olivengrüne und Braune übergehende Falbenveränderung und einen vio-letten oder dunkelgrünen Niederschlag angezeigt. Mit dem Kaffeestoffe brin-gen die Eisenoxydausiösungen eine schön grasgrüne Farbe und einen dunkel-grünen Niederschlag hervor. Wichtig ist ferner die Reaction der Eisenoxyd-salze auf die Mekonsäure, mit der sie eine schön rothe Farbe hervorbringen,zur Entdeckung des Opiums. Aber auch mit der Schwefelblausäure, sowohlim freien als im gebundenen Zustande, bringen sie eine zwischen Carmoi-sinroth und Hyacinthroth in der Mitte liegende Farbe hervor.
Die Eisenoxydulsalze und eben so das Eisenchlorür absorbiren Stick-stoffoxydgas, und werden dadurch dunkelbraun oder schwarz; auf Gallus-säure wirken sie in verschlossenen Gefäßen nicht ein, mit Eyaneisenkaliumgeben sie bei Ausschluß der Luft einen weißen Niederschlag. Das schwefel-saure Eisenoxydul zeigt also für sich allein nicht die Blausäure an, wohlaber wenn es mit einer Auflösung des schwefelsauren Eisenoxyds gemischtist, d. y. wenn ein Nheil des Eisenoxyduls durch Aufnahme von Sauerstoffsich in Eisenoxyd verwandelt hat. (Vergl. Th. 2. S- 364.) Wird jetzt et-was kohlensaures Ammoniak oder Kali zugesetzt, so zeigt das dadurch ent-
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