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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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804
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804 ^etiler »ul^Iiur. clenuo rectNc. /^ua l^aIcarK»l>

(Chlorkaliums) durch Platinauflösung fast augenblickliche Trübung erfolgt;bei Anwendung von Weinsäure bilden sich erst nach 1015 Minuten Kry°stalle, die aber fortdauernd zunehmen. Bei 150facher Verdünnung bilde,ten sich durch Weinsäure die Krystalle erst nach einigen Stunden, die aberwährend 2 Tage noch merklich zunahmen; Platinauflösung bildete erst nach24 Stunden sehr kleine rothe Krystalle, die nach einigen Tagen noch merk-licher waren. 200fache Verdünnung schien für beide die Grenze zu seyn,doch waren die wenigen Spießchen des Weinsteins noch merklicher. Ebensoverhielten sich beide Reagentien gegen, schwefelsaures Kali.

Becker »ulplmrirns llonu« lectiticatus. Von neuem

rectisicirter Schwefeläther.

Der Schwefeläther, der bei Pstcmzenanalysen unentbehrlich ist, um ge»wisse Bestandtheile der Pflanzenstoffe auszuziehen, und ihrem Verhaltennach zu erkennen, dient als Reagens vorzüglich nur bei Prüfung des Kalo»mels auf Sublimat, welcher letztere in Aether auflöslich ist, und aus dieserAuflösung durch Kalkwasser und Aetzkalilauge mit gelbrother Farbe, durchschwefelwasserstofflMiges Wasser aber als ein schwarzes Pulver niederge-schlagen wird.

^ua 0»lcari»e. Kalkwasser.

Das Kalkwasser muß, wenn es als Reagens dienen soll, möglichst vielKall enthalten, am besten daher frisch bereitet seyn. Dasselbe dient:

1) vorzüglich zur Entdeckung der Kohlensäure sowohl in gasförmigemals auch im liquiden Zustande. Gasarten, die auch nur ^ ihres Wlu-mens an kohlensaurem Gase enthalten, machen Kalkwasser, das zu eine»gleichen Volumen mit ihnen geschüttelt wird, noch merklich trübe, und ausder Menge des gesammelten und getrockneten Niederschlages läßt sich dieMenge des kohlensauren Gases bestimmen. Ein Gran des scharf getrockne-ten Niederschlages ist ^ pariser Duodecimalkubikzoll kohlensaurenGases von einer Pression von 28 pariser Zoll und 0 ° Temperatur. Ebenso bringt Kalkwasser zu Wasser, welches nur ^ seines Volumens an koh-lensauren, Gas enthält, gegossen, nach einiger Zeit noch eine» leichten flocki-gen , sich an die Wände ansetzenden Niederschlag hervor. Doch darf mannicht außer Acht lassen, daß ein solcher Niederschlag auch von der Zersetzungkalkartiger in Wasser aufgelöster Salze herrühren kann.

2) Das Kalkwasser dient ferner zur Entdeckung anderer freier Säurenund Abscheidung derselben aus ihren wäßrigen Auflösungen, indem der Kallmehr oder weniger unauflösliche Verbindungen damit bildet. Die Säurenfolgen, in Rücksicht auf den Grad der Verdünnung, bei welchem sie durchdas Kalkwasser noch angezeigt werden, in folgender Ordnung: ») Klee,säure. Der Niederschlag ist bei 2Ull0facher Verdünnung noch sehr merk,lich, pulverig, und löst sich in einem Uebermaße der Säure nicht merklichauf; bei I0,oaafacher Verdünnung erfolgt die Trübung nach einigen Minu