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schem Ammoniak, digerirt wird. Eine gesättigte Auflösung von Zinkoxydin concentrirtem kaustischem Ammoniak wird durch Zusatz von Wasser zumTheil niedergeschlagen. Von den wäßrigen Auflösungen der alkalischen Er-den, welche das Zinkoxyd mit dem Ammoniak theilen, wirb es ebenfalls ge»fällt. Zinkoxyd hat zur Thonerde eine große Verwandtschaft, so daß, wenneine Auflösung von Zinkoxyd in Ammoniak, und eine Auflösung von Thon-«rde in kaustischem Kali gemischt werden, sich eine Verbindung der Erdemit dem Zinkoxyde niederschlägt, die aber durch einen Ueberschuß von einen»oder dem andern Alkali wieder aufgelöst wird. Im Mineralreiche kommt«ine Verbindung dieser beiden Körper in regelmäßigen Oktaedern krystalli-sirt vor, in welcher die Thonerde 6mal soviel Sauerstoff enthält als dasZinkoxyd, und die nach Gähn, der sie entdeckte, den Namen Gahniterhalten hat. Das Zinkoxyd besteht nach
Thomson aus 80,64 Zink und 19,46 SauerstoffGay-Lussac — 80,38 — — I9,6s —
Berzelius — 80,1 — — 19,9 —
Es ist demnach zusammengesetzt aus 1 At. Zink (— 403,226) und 1 At.Gauerstoff (--- 100,000), erhält also die Zahl 6n n-: 503,226, worausdurch Rechnung 80,13 Zink und 19,87 Sauerstoff gefunden werden. DurchKohle wird das Zinkoxyd in der Weißglühhitze zersetzt. An der tzust zieht«s Kohlensäure an; es muß also zum pharmaceutischen Gebrauch« gleichnach dem Glühen in wohl verstopften Gefäßen aufbewahrt werden.
Ein reines Zinkoxyd muß völlig weiß und locker seyn; die gelbe Farbedes erhitzten Oxydes muß bei dem Erkalten völlig verschwinden, und dieWeiße des Pulvers unverändert seyn. Es muß geschmacklos seyn; in ver-dünnter Schwefelsäure, oder Salpeter- und Chlorwasserstoffsäure sich völligund ohne Aufbrausen auflösen; bei dem durch Präzipitation gewonnenenschei'oek sich bisweilen etwas Kieselerde aus. Zeigt sich ein Aufbrausen wäh-rend des Auflösen«, so ist das Oxyd entweder gar nicht, oder nicht genuggeglüht, oder es kann auch etwas kohlensaures Natron enthalten (siehe oben).Die durch etwas Säure angesäuerte Auflösung darf durch Schwefelwasser-stoff weder geschwärzt noch gefällt werden, sonst ist sie blei- oder kupftr-haltig; würde sie gelb gefärbt oder gefällt, so würde dies einen Kadmium-gühlllt anzeigen. Dieses letztere Metall wird auch dadurch angezeigt, daß,wenn das der Löthrohrflamme ausgesetzte Zinkoxyd sich reducirt und wiederverbrennt, sich ein gelber Staub an der Kohle anlegt. Durch Wasserstoff-schwefliges Schwefelammonium muß die Auflösung rein weiß gefällt wer-ten; ist der Niederschlag schwärzlich, und erlitt die angesäuerte Auflösungdurch Schwefelwasserstoff keine Fällung und Färbung, so ist dies die sichersteAnzeige von Eisen. Die neutrale Auflösung muß mit Cyaneisenkalium ei-nen weißen, ein wenig ins Gelbliche stechenden Niederschlag geben, fälltdieser bläulich aus, so war das Zinkoxyd eisenhaltig, ist er aber röthlich,so enthält es Kupfer. Aetzammoniak erzeugt in der neutralen Auflösung ei-nen weißen Niederschlag, der bei überschüssig zugesetztem Ammoniak völlig