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nes weißes Zinkoxyd. Eil, Theil dieses Zinkoxyds erhebt sich in leichtenwolligen Flocke» in die Luft, die man sonst aufzufangen sich bestrebte, undmit dem Namen: philosophische Wolle (1^°>nr» pniluznpnic») bezeichnete.Auch unsere Pharmakopoe schreibt daher vor, einen andern Niegel überzudecken,jedoch so, daß der Zutritt der atmosphärischen Luft so wenig wie möglichabgehalten werde, in welchem sich die leichten Flocken ansetzen können. Größ-tenteils aber legt sich das Zinkoxyd als eine weiße lockere Masse im unternTiegel an, die man von Zeit zu Zeit mit einem eisernen Spatel heraus-nimmt, und auf eine Kupferplatte zum Abkühlen legt. Durch dieses vonZeit zu Zeit stattfindende Herausnehmen des gebildeten Zinkoxydes kommtdie Oberfläche des schmelzenden metallischen Zinks wieder von neuem mitder atmosphärischen Luft in Berührung, deren Sauerstoff sich unter Feuerer-scheinung mit dem metallischen Zinke verbindet. Das mit dem Zinkoxydezugleich herausgenommene metallische Zink wird nach dem Erkalten wiederin den Tiegel zurückgegeben, und der Oxydationsproceß so lange als es nö-thig scheint unterhalten. Trägt man das auf diese Weise gebildete Oxydsogleich an einen dunklen Ort, so leuchtet es eine halbe Stunde lang, oderetwas länger, mit einem bläulichen Schein«. Sämmtliches erhaltenes Zink-oxyd wird durch Schlemmen mit Wasser von den beigemengten metallischenZinktheilchen, die ihrer größeren specifischen Schwere wegen leichter zu Bo-den sinken, befreit und getrocknet.
Das Zinkoxyd ist ein weißes, lockeres, leichtes Pulver; beim Erhitzenwird es gelb, verliert aber während des Erkaltens diese Farbe wieder. Nacheinigen Chemikern behalt das stark geglühte Zinkoxyd auch nach dem Erkalteneinen Stich ins Gelbliche, und Firnhaber (Schw. N. I. XII. S. 24Z.,schrieb diese gelbliche Farbe einer theilweisen Zersetzung der Kohlensäure beimGlühen de« kohlensauren Jinkoxydes zu; Brandes zeigte aber durch Glü»hen des kohlensauren Zinkoxydes in einer Glasröhre, daß weder Sauerstoffnoch Kohlenoxydgas entwickelt werde, sondern reines kohlensaures Gas; auchwird von andern Chemikern das Erscheinen der gelblichen Farbe bei einemvöllig reinen Zinkoxyde auch nach dem stärksten Glühen in Abrede gestellt.In sehr starker Glühhitze schmilzt es zu einem gelben Glase, und läßt sichin heftiger Weißglühhitze verflüchtigen. Es ist geschmacklos und in Wasserunlöslich, verbindet sich aber, wenn es aus den Salzauflösungen durch Al-kalien niedergeschlagen wird, mit Wasser zu Zinkoxydhydrat. Mit denSäuren verbindet es sich zu den Zinkoxydsalzen. Auch von den kaustische»Alkalien wird es aufgelöst, und die Auflosung giebt nach dem Abdampfen«ine weiße glänzende Salzmaffe, welche aus der Luft Feuchtigkeit anzieht;übrigens wird es sowohl von kaustischem als kohlensaurem Ammoniak auf-gelöst, und während des Abdampfens aus der letztern Auflösung niederge-schlagen. Nach Firn Hab er (a. a. O.) ist nur das Zinkoxydhydrat, nichtdas aus kohlensaurem durch Glühen erhaltene Zinkoxyd, in Aetzkali undAetzanunoniak auflöslich. Metallisches Zink wird nur langsam mit Gasenl-wickelung aufgelöst, wenn es mit kaustischen Alkalien, besonders mit kausti-