l^nzuentuin H><lr»rß^ri rubluiu — ^ii>»ri»« 779
5 IInßuentum H^llral-ß^«' lubluin. Roche Quecksilber-salbe.
sÜÄl«2mi,m o^lilKalmicum rubrum. Rother Augenbalsam,)Nimm: praparirtes rothes Quecksilberoxyd zehnGran,einfache Salbe eine Unze.Sie werden aufs genaueste gemischt.Sie sey von gelbrolher Farbe.
Man muß zu dieser Salbe ein sehr reines, frische«, durchaus nichtranziges Fett, und ein von Salpetersäure freies Quecksilberoxyd anwenden.Es muß diese Salbe daher nur in geringer Menge vorröthig gehalten, auchdarf dieselbe weder bei dem Mischen noch beim Dispensiren mit einem eiser-nen Spatel berührt werden, da das metallische Eisen eine Desoxydationdes Quecksilberoxyds hervorbringt.
Die Salbe muß völlig gleichförmig seyn, und auf Lackmuspopier nichtdie geringste Röthung hervorbringen.
* llußuentuin liali d^äroiollici. Salbe aus iodwas-
serstoffsaurem Kali.
Nimm: iodwasserstoffsaures Kali eine Drachme,kohlensaure Magnesia sechs Gran.Reibe nach Hinzufügung von einigen Tropfen destillirtenWassers miteiner Unze Rosensalbe,daß es eine weiße, mit der Zeit gelbwerdende Salbe werde.
Der Zusatz der kohlensauren Magnesia bezweckt die beim Ranzigwerdendes Fettes sich bildende Säure zu neutralisiren, damit diese nicht zersetzendauf das Iobsalz einwirke und das ausscheidend« Jod di« Salbe gelb färb«,welche mit frischem Fette gemischt völlig weiß erscheint. Daß zur Berei»tung der Iodsalbe frisches Rindermark vorzüglich geeignet sey, ist bei ll»Iil>) <3loiuäieuin bereits erwähnt worden.
* I^nßUßiitum I^ngriae. Leinkrautsalbe.
Nimm: zerstoßenes frisches Leinkraut ein Pfund,
Schweineschmalz zwei Pfund.Koche bei gelindem Feuer bis zur Verdampfung des Wäßrigen,dann presse aus.
Sie sey von grünlicher Farbe.Auf dieselbe Weise werde bereitet: