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I^uor 8tibii muriatiei
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chen Theilen Schwefelspießglanz und Salpeter bereiteten Ktidlum ox^äu-latum lu«eu>n mit 6 Unzen getrocknetem Kochsalz und 4 Unzen Schwefel,säure, die mit 2 Unzen Wasser vorher verdünnt worden, zu destilliren. Dochauch diese Bereitungsweise ist in der jetzigen Ausgabe nicht beibehalten worden.Chlor und Antimon verbinden sich unmittelbar mit einander, es giebtaber, nach Untersuchungen von Heinrich Rose (Pogendorsss AnnalenIII. 1825 S. 441.) zweierlei Verbindungen, von denen die eine im wasser-leeren Zustande fest, die andere tropfbar-flüssig ist.
Die erster« Verbindung erhält man, wenn gepulvertes Antimon oderauch Schwefelantimon mit einem Ueberschusse von Quecksilbersublimat lQueck«silberchlorid) destillirt wird, wobei Antimonchlorid bei einer gelinden Hitzeüberdestillirt, und im ersten Falle reines Quecksilber, im zweiten Schwefel,quecksilber in der Retorte zurückbleibt. Da das Quecksilbersalz kein Kry»stallwasser enthält, so erhält man auch ein wasserfreies Antimonsalz, llsstießt in der Warm« wie ein Oel, gesteht aber bei dem Erkalten strahligkrystallinisch. Seiner butterähnlichen Conssstenz wegen wurde es vormalsLut/ruin Hntimnnil genannt. Wenn es sich bei der Destillation im Halseder Retorte verdickt, so muß dieser, damit er nicht verstopft werde, durchuntergehaltene glühende Kohlen erwärmt werden. Die in der Retorte zu»rückgeblieben« Quecksilberverbindung giebt bei der Sublimation Zinnober,welcher von altern Chemikern einnad»»» Hntlmonii, genannt wurde, sonstaber nicht verschieden ist. Leitet man trocknes Chlorgas über erhitztesSchwefelantimon, so bildet sich gleichfalls nur dieses feste Chlorantimon(Antimonchlorid) und Chlorschwefel, welche beide abdestillirt werden. Er»hitzt man das Destillat in einem Glase mit enger Mündung Hei ganz gelin«der Wärme, so kann man den flüchtigem Chlorschwefel vollständig verjagen,während festes Chlorantimon zurückbleibt. Auf eine weniger kostbare Weise,jedoch nicht völlig wasserfrei, wird das Antimonchlorid auf folgende Weisebereitet: man mischt durch Reiben 2 Th. decrepitirtes Kochsalz mit 1 Th.l)rc>ou» Hntiinonii (8tlvium ox^äulatum kuseulu der altern Pharmako-pöe), und destillirt dieses Gemenge darauf in einer Retorte mit 1 Th. starkconcentrirter Schwefelsäure. Das Natrium des Kochsalzes entzieht dem An-timonoxyd im Orneus Hntimunii den Sauerstoff, um als Natron mit derSchwefelsäure sich verbinden zu können; das reducirte Antimon vereinigtsich mit dem Chlor aus dem Kochsalze (Chlornatrium), und diese flüchtigeVerbindung destillirt über; schwefelsaures Natron und Schwefelantimon dage-gen bleiben in der Retorte zurück. Sehr vortheilhaft ist auch die Berei-tungsart, Haß man Antimon oder dessen Oxyd in Schwefelsäure auflöst, dieMasse zur Trockne abdampft, sie mit doppelt soviel, dem Gewichte nach,oder etwas mehr Kochsalz vermischt, und das Gemenge destillirt, wobei aufdieselbe Weise, wie vorhin, Antimonchlorid in die Vorlage übergeht, undschwefelsaures Natron in der Retorte zurückbleibt.
Das Antimonchlorid ist leicht schmelzbar, sehr flüchtig, stößt, besonders^ gelind erwärmt, an ber Luft dicke weiße Nebel aus, zieht Feuchtigkeit an,