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Li^uur Ztiln'j muriatlci. Salzsaure Spießglauzaustösung.(Luteum Hntiiuonii. Spießglanzbutter. I.i«juar ^lilorßti
Nimm: graues Spicßglanzoxyd zwei Unzen,Salzsäure sechs Unzen.Koche sie bei gelinder Wärme in einem gläsernen Kolben, biszwei Unzen verdampft sind. Der mittelst eines Filtrüms vondem zurückbleibenden Pulver geschiedenen Flüssigkeit setze, wenn esnöthig seyn wird, hinzu
destillirtes Wasser soviel als genug,damit das specisische Gewicht sey --- 1,345 — 1,355. Bewahresie vorsichtig in einem mit einem gläsernen Stöpsel gut verstopftten Gefäße auf.
Sie sty klar, gelblich und gebe mit einer großen Menge de-Mitten Wassers gemischt einen reichlichen weißen Niederschlag,
Der,Erfinder dieses Präparat« scheint VasillusNalentinustm13. Jahrhundert gewesen zu seyn. Er gewann es sowohl durch trockne De-stillation gleicher Theile ätzenden Quecksilbersublimacs und Schivefelspieß«glanzes, wobei dnrch Auscausch der BestandtlMe dieses Präparat (Chlor»,ftibium) und Zinnober (Schwefelaueckfilber) entstand, als auch durch Destil.lation des Schwefelspießglanzes mit Kochsalz, Töpferthon, oder durch Auf-lösung des Spießglanzglases in Salzsäure; er nannte es Spießglanzdl(Meui!» Hntimynii). Glaub er, der dieses Präparat 1621 gleichfallsaus dem Quecksilbersublimate und Schwefelfpießglanze zu bereiten wußte,stellte dasselbe auch durch Destillation von Spießglanzglas, Kochsalz undVitriol dar. Auch Becher befolgte 168<i diese von Glaub er angegebeneMethode. Sehr viele ältere und neuere Chemiker und auch Pharmakopoenbefolgten jedoch die erste Vorschrift de« Basilius Valentinus, Queck-silbcrsublimat und Schwefclspießglanz der Destillation zu unterwerfen, wob«jedoch das Mischungsverhältnis) dieser Sudstanzen mannigfaltigen Abände-rungen unterworfen war. Diese Bereitungsweise war jedoch nicht ohneSchwierigkeiten, da man das Präparat ganz dickflüssig erhielt, so daß esnicht selten die Gefäße verstopfte. Baum 6 und Stahl empfahlen daherwieder, Schwcftlspießglanz, Kochsalz und Vitriol zu destilliren. Gmelinschrieb 1781 vor, 1 Unze Schwefelspießglanz, 2 Unzen Kochsalz und 9;Drachmen mit 1^ Unze» Wasser verdünntes Vitriolöl mit einander zu de< 'stilliren. Dollfuß und
zes die SpieWanzasche vor; ein damit übereinstimmendes Verfahren wurdelenn auch in die l'Ilaünzeojioea llurlu,««« von 1799 aufgenommen. Diebisherige Pharmakopoe schrieb vor, 2 Unzen des durch Verpuffen von glei°