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I^uor Fa^oms «tidiati
Sauerstoff abgebt, zu Kalium reducirt wird^ als solches sich mit einemTheil Schwefel zu Schwefclkalium verbindet, welches mit dem unzer-setzten Schwefelantimon ein in Wasser auflösliches Doppclsulphurctum bil-det. Der Sauerstoff von dem zu Kalium reducirten Kali acht an das An-timon, dessen Schwefel mit dem Kalium Schwefellalium gebildet hat, wan-delt dasselbe in Antimonoxyd um, welches sich, die Rolle einer Saure über-nehmend, mit dem unzersetzten Kali verbindet. Die Auflösung, durch Di?gestio» des Goldschwefels mit Aetzkalilauge erhalten, bestände dieser An-nahme zufolge aus dem erwähnten Doppelsulphurctum, aus Schwefelanti-mo» und Schwefelkalium zusammengesetzt, und aus der Verbindung vonAntimonoxyd mit Kali. Letztere Verbindung ist aber schwerauflöslich, siewird daher bei dem Zusätze der vorgeschriebenen Menge wäßrigen Weingei-stes großentheils ausgeschieden, nnd die Auflösung muß von dem entstande-nen Niederschlage durch Filtriren befreit werden. Die medicinische Seife,nxlchc in dieses Präparat eingeht, äußert keine chemische Einwirkung dar-auf. Setzen wir nun zu dem fertigen Präparate Chlorwasserstoffsäure,so verbindet sich das Chlor mit dem Kalium aus dem Schwefclkalium, derWasserstoff mit dem Schwefel, daher Schwefelwasserstoff gasförmig ent-weicht; hierdurch ist das Doppelsulphuretum zerstört, und der zweite Be-standthei? desselben, der Goldschwefel, scheidet als Niederschlag aus; zu-gleich wird aber auch die Verbindung aus Antimonoxyd und Kali, sovielvon denselben noch in der Flüssigkeit vorhanden war, zersetzt, der Wasser-stoff der Chlorwasserstoffsäure reducirt das Kali zu Kalium, welches sichmit dem Chlor vereinigt, und das Antimonoxyd von grauweißer Farbe falltzu Boden, daher die zuerst ausscheidenden Niederschläge mehr hellgelb ge»färbt sind. Wird zu dem flüssigen Goldschwefel eine Sauerstoffsaurc hinzu-gesetzt, so erfolgt die Zersetzung des Schwefelkaliums dadurch, daß ein An-theil Wasser in seine Bestandtheile zerfallt, indem der Sauerstoff desselbendas Kalium oxydirt, welches nun als Kali mit der Säure sich verbindet,wogegen der Wasserstoff mit dem Schwefel gasförmig entweicht. Da.nunbekanntlich das Gchwcfelkalium auch durch den Sauerstoff der atmosphäri-schen Luft zersetzt wird, so geht hieraus die Nothwendigkeit hervor, diesesPräparat in kleinen vollgefüllten Gläschen, aufs beste vor dem Zutritte derLuft geschützt, aufzubewahren, weil mit der Zersetzung des Schwcfclkaliumsdas Schwefelantimon (der Goldschwefel) als für sich in Waffer unauflöslichallmölig ausscheidet, so daß dann zugesetzte Säuren nxnig oder gar nichtSchwefelwasserstoffgas entwickeln, und wenig oder gar nicht Goldschwefclzu Boden fällt. Dieses Präparat muß daher auch nur in kleiner Meng?bereitet werden, da auch mit der größten Sorgfalt bei jahrelanger Aufbe-
, Währung das Verderben desselben kaum verhütet werden kann, so daß eswünschenswert!) ist, daß dieses Präparat entbehrlich würde.
Wenn dieses Präparat nicht mehr eine röthlich gelbbraune Farbe zeigt,und mit Säuren, unter Gntwickelung von Schwefelwasserstoffgas, nicht mehreinen reichlichen Niederschlag von Goldschwefel giebt, so ist es verwerflich.