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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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gen Spießglanzgoldschwefel darzustellen, machte De. Iacobl, nach Aus-mittelung seiner Spießglanzseife im Jahr 17Z7, ein Verfahren bekannt,welches ein günstigeres Resultat gewährte, und darin bestand, daß feineSpießglanzseife in 5 Th. scharfer Spießglcmztinctur, von welcher zuvor dieHälft« Weingeist abgezogen worden, aufgelöst wurde. Dollfuß zeigte1787, daß die Spießglanzseife nur von schwachem Weingeiste aufgelöst werdeund daß von starkem Weingeiste bloß die Seife der Spießglanzseife aufge-nommen werde, der Spiehglanzschwefel aber zurückbleibe. In demselbenJahre mitteile Klaproth sein in mehreren berliner Apotheken befolgtesVerfahren aus, welches jedoch erst 1795 öffentlich bekannt wurde, und dar-in bestand, daß 3 Th. der nach seiner Vorschrift bereiteten Spießglanzseifein 4 Th. Kalitinctur und eben soviel destillirtem Wasser gelöst, und dieAuflösung klar filtrirt aufbewahrt wurde. Auch Hermbstädt und Pie-penbring theilten ähnliche Vorschriften mit. In der preußischen Phar-makopoe von 1799 wurde hierauf folgendes Verfahren vorgeschrieben: Mannehme ganz frisch bereitete Spießglanzseife 8 Th., Aetzkalitinctur oder Aetz-tali enthaltenden Alkohol und destillirtes Wasser, von jedem 12 Th., diedurch gelinde Wärme und unter öfterm Umschütteln erhaltene Auflösungwerde filtrirt und aufbewahrt. Im Jahr 1804 rieth Gehlen, die flüssigeSpießglanzseife folgendermaßen zu bereiten: eine halbe Unze pomeranzm-farbenen Spießglanzschwefel löse man in hinreichender Menge Aetzkalilaugeauf, verdünne die Lösung mit 6 Unzen destillirten Wassers, vermische siefiltrirt mit 3 Unzen in 6 Unzen Franzbranntwein gelöfter medicinischerSeife, und thue ein Gemisch aus gleichviel Weingeist und Wasser hinzu,bis das Ganze 18 Unzen wiegt. Diese Vorschrift ging dann später in diepreußische Pharmakopoe mit der Abänderung über, daß die Menge desGoldschwefels verdoppelt wurde.

Mit Recht ist denn auch in der jetzigen Ausgabe der Pharmakopoe die-ser Bereitungsweise der Vorzug vor der ältern, die Spießglanzseife anzu-wenden, eingeräumt worden, da diese Seife selbst ein sehr unvolltommnesund verschiedenartiges Präparat ist, weshalb die aus derselben bereiteteTinctur ebenfalls sehr verschiedenartig ausfallen muß.

Wenn Goldschwefel nach der Vorschrift unserer Pharmakopöe mit Aetz-kalilauge bigerirt wird, so erfolgt eine völlige Auflösung des Goldschwe-fels; auf welche Weise diese aber erfolgt, kann auf verschiedene Art er-klärt werden, je nachdem man diese oder jene Ansichten für die der Wahr-heit am nächsten kommenden hält. Dm gewöhnlichen Ansichten zufolge ent-steht schwefelwasserstoffsaures Kali, und das Spießglanzoxyd wird theilsdurch das vorhandene freie Kali, theils durch das schwefelwasserstoffsaureKali zersetzt. Wenn aber der Goldschwefel eine Verbindung von metalli-schem Antimon mit Schwefel ist, und es nach Berzelius überhaupt keinewasserstoffsauren Salze giebt, so kann diese Erklärung des Vorgangs nichtmit diesen Ansichten als übereinstimmend angenommen werden, und wirmüssen uns den Erfolg auf die Weise erklären, daß ein Theil Kali seinen

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