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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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lvali »ul^lmiicum lle^uratum 472

führte 2 Methoden, tiefes Salz zu bereiten, an: »ach der einen, durchSättigung des Potaschenkalis mit Schwefelsaure, und nach der zweiten,durch Zerlegung des Eisenmtriols durch Potaschenauflösung, und Verdunstender von dem Gisenoryde abfiltrirten Flüssigkeit. In der Mitte des 17.Jahrhunderts lehrte Georg Bussius, Leibarzt des Herzogs von Holstein-Gottorp, den Rückstand von der Bereitung des Scheidewassers zur Darstel-lung eines eigenen Salzes benutzen, welches anfangs den Namen Holsteini-sche Panacee, späterhin aber von Schröder und Myn ficht den Namen^rooniim 6uv>icawin erhielt. Ums Jahr 1718 zeigte Stahl die Ueberein-stimmung des Hrellni «lußliouti Mit dem '1 »rturu» vitrioiatli», welche beideSalze man bis dahin für wesentlich verschieden gehalten hatte. So wurdeauch das Glas er'sehe Polychrestsalz für ein besonderes Salz, nämlich für«ine Verbindung von Kali mit schwefliger Säure gehalten, bis man dieUeberzeugung gewann, daß es gleichfalls schwefelsaures Kali sey. Das 8»l^o1xe!>r«8tum 6I»«eri wurde nämlich durch Verpuffen des Salpeters mitSchwefel erhalten.

Das schwefelsaure Kali findet sich in vielen Pflanzen, daher es auchin ziemlich bedeutender Menge in der rohen Potasche enthalten ist, und beiReinigung derselben gewonnen werden kann. Es findet sich in Mineralwäs-sern, auch in einigen thierischen Flüssigkeiten.

Zum pharmoceutischen Gebrauche kann dieses Salz au« seinen Bestand-theilen zusammengesetzt werden, indessen wird es so häusig als Nebenpro-duct gewonnen, daß die unmittelbare Bildung desselben unnöthig wird. Vor-züglich häufig wird es gewönnen in chemischen Fabriken als Rückstand beider Bereitung des Scheidewaffers, wobei zuletzt starke Glühhitze gegebenwird. Die überschüssige Schwefelsäure wird mit kohlensaurem Kali neutra-lisirt, und aus der siltrirten Lauge das Salz durch Krystallisation gewon-nen. Man erhält dieses Salz ferner bei Zerlegung des Bittersalzes durchkohlensaures Kali, bei Bereitung der Essigsäure aus dem essigsauren Kali;auch bei Bereitung der englischen Schwefelsäure. Der Preis des im Han-del vorkommenden Hreanun, 6uplic»tum ist daher so billig, daß dasselbe,wenn es gehörig rein ist, mit Northeil in den pharmaceutischen Gebrauchgezogen wird. Zeigt sich dasselbe bei der chemischen Prüfung rein, so reichtes hin, das Salz durch Abwaschen mit kaltem Wasser von den Schmutz»theilchen zu befreien, und es wieber zu trocknen.

Das schwefelsaure Kali schießt in schiefen vierseitigen Prismen oder indoppelten sechsseitigen Pyramiden an, und zeigt oft, wenn das Anschießenwährend allmälig vor sich gehender Abdampfung bei gelinder Wärme statt»findet, ein Funkeln auf dem Boden der Flüssigkeit, welches von den Kry-stallkörnern auszugehen scheint; de« Lichtschein dabei ist blaßgelb, die klei-nen Krystalle sind öfters undeutlich, und hängen in Rinden zusammen.Spec. Ge«. 1,73. Die Krystalle verändern sich nicht an der Luft, sie ent-halten kein zUystallwllsser. Der Geschmack ist scharf, bitterlich, salzig.IlX) Th. Wasser lösen nach Gay-»ussac bei 0 ° R. 8,36 auf und bei