Kali «u!jillUl»tum
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Pharmakopoe zufolge, 2 Th. kohlensaures Kali mit 1 Th. Schwefel, fülltdas Gemenge in einen Schmelztiegel bis zur Hälfte, und setzt denselben ei-nem mäßigen Schmelzfeuer aus, wobei man ihn, um die Verflüchtigungund Verbrennung des Schwefels zu verhüten, gut bedeckt halten muß. ImAnfange des Schmelzens schäumt die Masse stark auf, welches von der ausdem Kali entweichenden Kohlensäure herrührt. Der Tiegel wird so langeim Feuer erhalten, bis alles gleichförmig und ruhig fließt, worauf man diefließende Masse auf eine mit etwas Fett bestrichene steinerne oder eisernePlatte, oder in einen so vorgerichteten eisernen Mörser ausgießt. Die er»härtete leberbraune Masse wird noch warm gröblich zerstoßen und in gutverschlossenen Gefäßen verwahrt.
Dieses Präparat galt sonst für eine Verbindung von Kali mit Schwe«fel. Berthollet zeigte zuerst, daß die Auflösung desselben in Wasserschwefelsaures Kali enthalte, und er glaubte, daß das geschmolzene, nach derdamaligen Meinung geschwefelte Kali zum Nheil durch Waffer zersetzt wer-de, indem sich ein Nheil des Schwefels auf Kosten des Waffers oxydire,wobei der Wasserstoff mit einem andern Antheil Schwefel Schwefelwasser-stoff bilde. Die Auflösung des Schwefelkalis sollte folglich eine Mischungvon schwefelsaurem Kali mit geschwefeltem Wasserstoffkali seyn, d. h. miteiner Kaliverbindung, worin Schwefel- und Schwefelwasserstoff zugleich dasKali sättigen. Diese Erklärung wurde allgemein angenommen, bis Vau»quelin im Jahre 131? die Vermuthung äußerte, daß bei der Bildungvon Uepzr der Schwefel einen Theil des Kalis reducire, um mit dessenSauerstoff Schwefelsäure zu bilden, während sich das reducirte Kalium»it dem übrigen Schwefel zu Schwefelkalium verbinde. Vau quelinstellte hierüber wichtige Versuche an, ohne jedoch durch dieselben die Sachezur Entscheidung zu bringen, was erst durch die musterhaften Versuche vonBerzelius (Schweigg. N. I. IV. S. 1.) geschah.
Das Kalium kann sich nach Berzelius mit mehrern Antheilcn Schwe«fel verbinden, und 7 Schwefelungsstufen darstellen. Wenn man Kaliummit Schwefel zusammenschmelzt, so entsteht eine große Hitze, und je inten»siuer diese war, um so weniger Schwefel ist in der Verbindung, weil indieser hohen Temperatur nur die niedrigste Schwefelungsstufe sich halten zukönnen scheint.
Das erste Schwefelkalium wird erhalten, wenn schwefelsauresKali in verschlossenen Gefäßen mit Kohle reducirt wird. Man erhält das»selbe auch, wenn schwefelsaures Kali in einer gläsernen «der pvrzellanenenRöhre, durch welche man Wasserstoffgas streichen läßt, gelind geglüht wird;t« entsteht hierbei Wasser, und zwar gerade so viel, als dem Sauerstoff«der Säure sowohl als des Kalis entspricht. Hierdurch, so wie durch dieErfahrung, daß die Auflösung dieses so bereiteten Schwefelkaliums in Was-ser auch keine Spur von Schwefelsäure enthält, wird es klar, daß es keingeschwefeltes Kali ist, und daß die bei der gewöhnlichen Bereitung der U»
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