Druckschrift 
2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
Entstehung
Seite
466
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

466

K»Ii 8u!p!lUl3t»iin

dieselbe, wenn sie erkaltet ist, gröblich, trage sie sogleich in eingut zu verschließendes Gefäß und bewahre sie auf.

Es sey in zwei Theilen destillirttn Wassers völlig unauflös-lich. Durch aufgegossene Sauren werde reichlich Schwefelwas-serstoffgas, aber durchaus kein schwefliges Gas entwickelt.

liali Zulpliui-atum pro Lalneo. Geschwefeltes Kali

zum Bade.

Nimm: gepulverten gelben Schwefel einen Theil,

getrocknetes kohlensaures Kali aus der Pot-asche zwei Theile.Dann werde es auf dieselbe Weise, wie das geschwefelte Kali,bereitet und aufbewahrt.

Es >ey von der Beschaffenheit des vorhergehenden Präpara-tes, wenn auch nicht immer völlig auflöslich.

Geber oder Dschafar, der Araber, kannte schon die Verbindung,welche aus der Auflösung des Schwefels in kaustischer Lauge entsteht, undverwendete dieselbe, um daraus Schwefelmilch darzustellen. Auch Albertv. Bollstädt im Isten Jahrhundert kannte die Verbindung des Schwe-fels mit Kali, und er war der erste, der sie durch Schmelzen des Schwe-fels mit Weinsteinsalz zu bereiten lehrte. Basilius Valentinus ^mlöten Jahrhundert wußte nicht nur sie sowohl auf trocknen, als auch aufnassem Wege zu bereiten, sondern kannte auch ihre Eigenschaften näher alsseine Vorganger. Macquer kannte 17Z1, ein Verfahren, durchs Schmel-zen des schwefelsauren Kalis und anderer.schwefelsaurer Salze mit kohligenund brennbaren Körpern Schwefelkali und andere Schwefelalkalien zu be-reiten. Die Vereitung dieses Präparats auf trocknem Wege, welches sei-ner braunen Farbe wegen Schwefelleber genannt wurde, erhielt, als dieschnellste und wohlfeilste, bald den Vorzug vor der Bereitung auf nassemWege, doch waren die Verhältnisse, in welchen man beide Stoffe anwandte,sehr verschieden, bis Spielmann 1766 das Verhältnis! von 1TH. Schwe-fel und 2 Th. kohlensaurem Kali angab, welches auch von dem Herausge-ber der preußischen Pharmakopoe von 1799 als Vorschrift aufgestellt wur-de. Bucholz zeigte im Jahre 1800, daß die starke Glühhitze, welche manzum Zusammenschmelzen anwendete, unnöthig und unzweckmäßig sey, unddaß die Bereinigung beider Stoffe leichter und vortheilhafler in geringererHitze bewirkt werden könne. Die chemische Beschaffenheit der Schwefelleberist erst in neuerer Zeit durch Gan-Lussac, Vauquelin und dann vor-züglich durch Berzelius aufgeklärt worden, wovon weiter unten die Re-de sehn wird.

«m die Schwefelleber zu bereiten, mengt man, der Vorschrift unserer