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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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422 II>dr«uF^iuin ox^clulatuln uj^rum

vor dem Lichte gut verwahrt, in einem warmen Zimmer getrocknet. Daserhaltene Product ist von sammetschwarzer Farbe; sein Gewicht beträgt0,60 des angewandten salpetersauren Quecksilberoxyduls, und besitzt alle Ei-genschaften des Hahnemann'schen Präparats. Aus den abgegossenen Laugenfällt ferner zugesetztes Ammoniak ein Präparat von dunkel schieftrgrauerFarbe, das aber zuviel Salpetersäure und Ammoniak enthält,, und nichtmit dem ersten Niederschlage vermischt werden darf, sein Gewicht beträgt0,15 des angewandten krystallisirten salpetersauren Quecksilberoxybuls.

Bei jeder Bereitungsweise dieses Präparats ist es das Haupterfoder-niß, daß das Quecksilber in der salpetersauren Auflösung sich im Zustandedes Oxyduls befinde. Wenn nun gleich nach der von Bucholz angegebe-nen Methode auch ein reines Oxydulsalz erhalten werden kann, so erfodertdieselbe doch schon einen mehr geübten und wissenschaftlich gebildeten Arbei«ter i die hierzu von unserer Pharmakopoe bei I^iyuur N^i-HiV'« nitri«ux^äulati gegebene Vorschrift dagegen läßt diesen Zweck sicher erreichenund ist daher jener vorzuziehen. Die freie Säure enthaltende Auflösung,die man am besten hierzu frisch bereitet, läßt sich ohne Trübung mit Wasservermischen, und giebt eine klare Flüssigkeit, die mit verdünnter Aetzammo-niakftüssigkeit unter Umrühren so lange versetzt wird, als ein schwarzerNiederschlag erscheint. Man siltrirt deswegen öfters kleine Proben ab, umdie Farbe des jetzt erzeugten Niederschlags erkennen zu können, und unter-bricht sogleich das Zusetzen der Aetzammoniakflüssigkeit, sobald der Nieder-schlag eine graue Farbe zeigt. Das Trocknen des Niederschlages geschiehtam besten mit Ausschluß äußerer Wärme dadurch, daß man ihm in einergewöhnlich warmen Stube durch vielfaches Fließ- oder Löschpapier dieFeuchtigkeit entzieht.

Die Frage, wie das zu dem salpetersauren Quecksilbersalze zugesetzteAmmoniak wirke, und von welcher chemischen Beschaffenheit der Nieder-schlag sey, kann wohl noch nicht mit völliger Gewißheit beantwortet wer-den. Mitscherlich d. I. (Poggendorfss Annalen 1827. Ztes St. S.41Z.) erklärt denselben für ein salpetersaurcs Quecksilberoxydulammoniak,für ein Doppelsalz nach bestimmten Verhältnissen, dessen Bildung auf fol-gende Weise geschehe: Beim Zusetzen des Ammoniaks zu der Auflösung dessalpetersauren Quecksilberoxyduls entzieht ersteres die Salpetersäure demQuecksilberoxydul und bildet salpetersaures Ammoniak. Ein Theil diesesAmmoniaksalzes nimmt aber im Entstehen die ganze Quantität des ausge-schiedenen Quecksilberoxyduls auf, um salpetersaures Quecksilberoxydulam-moniak ld. h. ein Doppelsalz aus salpetersaurem Ammoniak und Quecksil-bcroxydul) zu bilden. Wird zu viel Ammoniak zugesetzt, so wird das schwarzePulver graulichweiß; untersucht man die überstehende Flüssigkeit, so findetman Oxyd darin, und bei Erwärmung des Niederschlags oder durch Koche»mit ChlonvafferstoMure scheidet sich metallisches Quecksilber ab. Das inder Flüssigkeit vorhandene salpcte:saure Ammoniak, in welchem salpelersau^res Qucctsilbcroxydammoniak löslich ist, bewirkt vermöge der großen Ver-