UvHrarßVimn o^vilulatum niZiun, 4Hl
hatte, in welchem Falle auch wohl sammtliches Quecksilber verschwundenseyn kann. Man reibe nun das noch vorhandene regullnische Quecksilber mitder halb trocknen Salzmasse mäßig erwärmt in Form eines dicken Breiesmit etwas Wasser versetzt, etwa eine halbe bis eine Stunde, bis es völligverschwunden ist. Oder wenn kein regulinisches Quecksilber nach dem Ver-dunsten der Salzmasse mehr zugegen war, so verfahre man'auf dieselbeWeise mit einer halben Unze frisch hinzugesetztem Quecksilber. Nach hin-reichendem Reiben setze man das Gemenge mit 12 Unzen destillirten Wassersin Berührung, schüttle alles tüchtig um, und erwärme es fast bis zumSieden. Wird etwas von der erhaltenen Auflösung durch Aetzkali nichtröthlich oder braunroth, sondern rein schwarz niedergeschlagen, so enthältsie kein salpetersaures Quecksilberoxyd mehr, sondern alles ist in salpeter-saures Quecksilberoxydul verwandelt. Man tröpfle nun zu der heißen Flüs-sigkeit zur Bewirtung der Auflösung des noch unaufgelösten Quecksilbersal-zes allmälig reine Salpetersäure unter lebhaftem Umschütteln mit der Vor-sicht hinzu, daß nicht mehr freie Säure hinzukomme, als eben zur Auflö-sung der Salzmasse nöthig ist, wozu 4 Unze, höchstens 6 Drachmen, undwenn sich Salpeterturpcth gebildet hatte, 1 Unze Salpetersäure erfoderlichseyn werden. Durch ruhiges Stehen und behutsames Abgießen sondert mandie Auflösung von dem regulinischen Quecksilber, verdünnt diese mit destil-lirtem Wasser, und setzt Aetzammoniak behutsam hinzu. Es kam bei dieserVorschrift vorzüglich darauf an, das bei Anwendung der Wärme entstan-dene salpetersaure Quecksilberoxyd wieder in Oxydul zu verwandeln, dahermußte das Salz gehörig mit laufendem Quecksilber durchgerieben, auch nach-her ein Zusatz von zuviel Säure vermieden werden, wodurch leicht aufsneue Oxyd wieder gebildet werden kann; es war daher vorzuziehen, lieberetwas basisches Oxydulsalz unaufgelöst zurückzulassen.
Auf denselben Pnncipien beruht die von Pagenstecher (Buchn.Repert. XV. S. 252.) gegebene Vorschrift, wo zugleich die Menge derAetzammoniakstüssigkeit von einem bestimmten specifischen Gewichte angegebenworden, welche zur Fällung einer bestimmten Menge Quecksilber erfoderlichist. Auch Beißenhirtz (Brandes's Archiv l. S. 294.) suchte das Ver-hältnis; des Fällungsmittels zu bestimmen, um ein stets gleiches Präparatzu erhalten. Denselben Zweck zu erreichen, bemühte sich Stoltze, undtheilte (Verl. Jahrb. XXV. 1. 1823. S. 49.) folgende Vorschrift als diezweckmäßigste mit: 8 Th. regelmäßig krystallisirtes Quecksilberoxydul über-gießt man im fein geriebenen Zustande mit 1 Nh. Salpetersäure von 1,250spec. Gew. und 80 Th. siedenden destillirten Wassers. Waren sämmtlicheMaterialien vollkommen rein, so wird nach einigem Umschütteln bald eineVollkommen klare Auflösung entstehen. Man läßt sie erkalten, und setzt ihrdann 4 Th. Aetzammoniakstüssigkeit von 0,95 spec. Gew. zu, die vorher mit8 Th. Wasser verdünnt worden ist. Der sich erzeugende Niederschlag wirddurch ein Filtrum abgeschieden, mehrmals mit reinem Wasser ausgelaugt,vermittelst Fließpapier von dem anhängenden Wasser möglichst befreit, und,